Der Umsatz stieg um 2,8 Prozent auf 459 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) nahm um 5,9 Prozent auf 168 Millionen Franken zu.

Unter dem Strich sank dagegen der Reingewinn auf 22 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 35 Millionen Franken Nettogewinn eingefahren, was allerdings zu einem Grossteil dem Verkauf von 133 Handyantennenmasten zu verdanken war, der 25 Millionen Franken in die Kasse gespült hatte.

Grund für das Umsatzplus sei der Kundenzuwachs bei Handyabos, TV und Internet, schrieb Sunrise weiter. Auch im Festnetz konnte der zweitgrösste Telekomkonzern mehr Kunden gewinnen. Derweil schlug die Coronakrise erst in den letzten zwei Wochen des ersten Quartals voll zu, wodurch die Auswirkungen auf die Ergebnisse der ersten drei Monate noch begrenzt waren.

Die Roaming-Umsätze hätten sich ab Mitte März verschlechtert, schrieb Sunrise weiter. Anfänglich habe man dies noch durch die gestiegenen Telefonate ins In- und Ausland kompensieren können. Im April seien die Roaming-Einnahmen dann auf sehr niedrigem Niveau gewesen, während die nationalen und internationalen Anrufe zwar immer noch hoch gewesen seien, aber auf einem tieferen Niveau als im März.

Erwartungen übertroffen

Mit den Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 455 Millionen Franken und einem bereinigten Betriebsgewinn (EBITDA) von 162 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 20 Millionen Franken vorhergesagt.

Die Coronakrise schlägt allerdings auf den Ausblick durch. Für das Gesamtjahr 2020 schraubt Sunrise die Umsatzerwartungen auf 1,840 und 1,880 Milliarden Franken zurück, nachdem das Unternehmen bisher ein Umsatzziel von zwischen 1,875 und 1,915 Milliarden Franken angepeilt hatte. Dagegen hält Sunrise an der Prognose für das bereinigte EBITDA fest, wo man zwischen 675 und 690 Millionen Franken anstrebt. Grund dafür seien das starke erste Quartal und Kosteneinsparungen.

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Bei den Investitionen werden weiterhin 410 bis 450 Millionen in Aussicht gestellt. Sollten die Ziele erreicht werden, will Sunrise für das Gesamtjahr eine Dividende von 4,55 bis 4,65 Franken pro Aktie zahlen. Für das Vorjahr 2019 hatte die Dividende 4,40 Franken betragen.

(awp/tdr)