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«Raiffeisen Super League»: Name und Logo durch die Hintertür

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz mit dem neuen Liga-Logo. (Bild: Keystone/Montage: HZ Online)

Lange Zeit herrschte Rätselraten über den definitiven künftigen Namen der «Super League»: Jetzt macht Liga-Sponsor Raiffeisen mit einem neuen Logo Werbung.

Von Volker Strohm
am 01.06.2012

Raiffeisen ist ab der Saison 2012/13 Hauptsponsor der Swiss Football League. Das ist bereits seit vergangenem Sommer bekannt. Die Bank löst damit den Energiekonzern Axpo ab, der seit der Reform 2003 - und der Abkehr vom Begriff «Nationalliga» - als Namensgeber stand.

Lange Zeit herrschte Rätselraten über den definitiven neuen Namen der «Axpo Super League». Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz liebäugelte einst in einem Interview mit «Raiffeisen League» - das klappte aber nicht. «Es wird ab 1. Juli Raiffeisen Super League heissen», wurde Raiffeisen-Sprecher Stefan Kern im April in «Der Sonntag» zitiert - die Verträge seien aber noch nicht unterzeichnet. Offiziell kommuniziert wurde nicht.

Diskussion über den Zungenbrecher

Noch im Juli 2011 - nach Bekanntgabe des Raiffeisen-Deals - stellte Liga-Präsident Thomas Grimm in der «SonntagsZeitung» die Bezeichnung «Raiffeisen Super League» in Abrede: «Es sollte kein Zungenbrecher sein», wurde Grimm im Bericht zitiert, «möglich wären etwa ‹Super League powered by Raiffeisen› oder ‹presented by Raiffeisen›.»

Heute nun hat Raiffeisen seinen Mitgliedern im sogenannten «MemberPlus»-Programm Rabatte auf Sonntagsspiele angekündigt - und dabei auch klammheimlich das neue Logo vorgestellt.

Am 7. Juni soll es zudem im Stade de Suisse zum Dreh eines «Raiffeisen Super League»-Werbefilms kommen - die Zürcher Produktionsfirma Encore Pictures ist gemäss Internet-Aufruf auf der Suche nach Statisten.

Mehr Geld für Clubs

Auf der Webseite der Swiss Football League ist nach wie vor das Logo der «Axpo Super League» zu finden - bis Ende Juni läuft der Vertrag mit Axpo. Ob das neue Logo wenigstens von Seiten der Liga offiziell kommuniziert wird, bleibt offen: Wegen einer ausserordentlichen Generalversammlung ist im «Haus des Fussballs» in Muri niemand erreichbar.

Für die 20 Clubs in den beiden höchsten Ligen des Schweizer Fussballs lohnt sich der Sponsoren-Wechsel: Sie erhalten künftig 28 statt 16 Millionen Franken pro Saison - ingesamt wohlverstanden.

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