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Übernahme
Reifenhersteller Pirelli wird nach China verkauft

Pirelli Reifen

Ferrari-Techniker montieren Pirelli-Reifen: Premiumware künftig aus chinesischer Hand. Keystone

Quelle: ZVG

Ein chinesischer Staatskonzern zahlt 7,1 Milliarden Euro für eine ersten Anteil am italienischen Traditionshaus. Später wird er ganz Pirellt übernehmen. Damit verändert sich das Gefüge im Weltmark

Veröffentlicht am 23.03.2015

Der italienische Reifenhersteller Pirelli wird in einem 7,1 Milliarden Euro schweren Geschäft von einem chinesischen Unternehmen übernommen. Die China National Chemical Corporation (ChemCorp) teilte am Sonntag mit, den Continental-Konkurrenten zu kaufen. Die Reifen-Sparte der Chinesen soll zunächst den 26,2-Prozent-Anteil übernehmen, den der Investor Camfin an Pirelli hält.

Anschliessend folgt ein Gebot für den Rest des italienischen Traditionsunternehmens. Mit der Übernahme erhält ChemChina Zugang zur Technologie für die Herstellung von Premium-Reifen. Pirelli wiederum kann mit einer grösseren Präsenz im Wachstumsmarkt China rechnen.

Rosneft hält Anteile

Camfin gehört mehrheitlich dem russischen Ölkonzern Rosneft und einer Holding des Pirelli-Chefs Marco Tronchetti Provera. Weitere Aktionäre sind die Banken Intesa Sanpaolo und Unicredit.

(reuters/me/se)

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