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Richemont überzeugt mit solidem Wachstum

Präsentiert mit den guten Zahlen auch gleich seine beiden Nachfolger: CEO Johann Rupert. (Bild: Keystone)

Richemont legte im ersten Geschäftshalbjahr solide Zahlen vor. Dank positiver Währungseffekte konnte der Luxusgüterkonzern trotz leicht verlangsamtem Wachstum kräftig zulegen. Derweil ist die Nachfolg

Veröffentlicht am 09.11.2012

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat im ersten Halbjahr 2012/13 deutlich zugelegt. Der Umsatz wuchs in dem Ende September abgeschlossenen Semester um 21 Prozent auf 5,11 Milliarden Euro. Zu konstanten Wechselkursen, respektive in Lokalwährungen, nahm der Umsatz um 12 Prozent zu. Anfang September hatte Richemont für die ersten fünf Monate (April-August) einen Umsatzanstieg in Euro von 23 Prozent und in Lokalwährungen von 13 Prozent ausgewiesen.

Der Reingewinn stieg um 52 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Je Aktie belief er sich auf 1,947 Euro nach 1,266 Euro. Der Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich um 28 Prozent auf 1,38 Milliarden und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 27 Prozent, nach 25,5 Prozent im Vorjahr. Der Bruttogewinn legte um 24 Prozent zu auf 3,31 Milliarden Euro, die Bruttogewinnmarge betrug 64,8 Prozent.

Die Netto-Cash-Position per Ende September betrug 3,05 Milliarden Euro, nach 3,18 Milliarden Ende März. Der operative Cash Flow wird für die Berichtsperiode auf 575 Millionen Euro beziffert, nach 606 Millionen im Vorjahr.

Richemont hat mit den Zahlen die Schätzungen in Sachen Profitabilität leicht übertroffen. Die befragten Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 5,13 Milliarden, einen EBIT von 1,13 Milliarden und einen Gewinn von 1,03 Milliarden Euro prognostiziert.

Die Gruppe habe in der Berichtsperiode von vorteilhaften Währungseffekten, erfolgreichen Neulancierungen sowie von seiner starken Preissetzungsmacht profitiert. Die Wachstumsraten hätten sich zuletzt aber weiter gemässigt: Im Oktober ist der Umsatz in Euro noch um 12 Prozent und in Lokalwährungen um 7 Prozent gestiegen. Richemont rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit weniger vorteilhaften Währungseffekten.

Neben den Zahlen präsentierte Richemont auch neue Köpfe: Richard Lepeu und Bernard Fornas werden ab Januar 2013 «Joint Deputy Chief Executive Officers» und sollen ab April als Doppelspitze die Führung des Konzerns übernehmen. Fornas ist derzeit noch CEO der Gruppengesellschaft Cartier. Sein Nachfolger an dieser Stelle wird Stanislas de Quercize. Richard Lepeu amtet derzeit noch allein als Vize von CEO Rupert. Dieser hatte 2010 nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Norbert Platt übernommen.

(jev/aho/awp)

Sehen Sie in der Bildergalerie von Handelszeitung Online, wie Richemont die hauseigenen Marken in Szene setzt:

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