Die stark steigenden Zuschauerzahlen in der Sparte Video und die Nachfrage der Werbebranche nach bewegten Bildern habe die Blick-Gruppe dazu veranlasst, einen eigenen digitalen Sender zu lancieren, teilte Ringier (zu dem auch die «Handelszeitung» gehört) am Mittwoch in Zürich mit. Der Fokus liege dabei unter anderem auf der nationalen Berichterstattung und auf Breaking News – bisher eine Domäne von Fernsehen SRF.

Kooperation mit CNN

Im internationalen Nachrichtengeschäft spannt Blick TV mit dem global tätigen amerikanischen Nachrichtensender CNN zusammen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht Blick TV den Zugang zu CNN-Inhalten für den Markt in der Schweiz und in Liechtenstein. Ferner erhält der Sender damit Zugang zum globalen News-Netzwerk von CNN.

Mit Jonas Projer, der zuletzt als Leiter der Talk-Redaktion und Moderator der Sendung «Arena» des Schweizer Fernsehens tätig war, erhält Blick TV ein bekanntes Zugpferd. Projer wird als Chefredaktor das Blick-TV-Team leiten. Er tritt sein Amt am 1. Mai 2019 an. Im Ringier-Pressehaus in Zürich werden zwei TV-Studios direkt in den News-Room integriert. Der News-Room wird in den kommenden Monaten entsprechend umgebaut.

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Operativer Gewinn legt weiter zu

Das Geschäftsjahr 2018 hat die Ringier-Gruppe in einem schwierigen Medienumfeld gut abgeschlossen. Einem stark wachsenden Markt für digitale Marktplätze standen wie in der ganzen Branche deutlich rückläufige Erträge im klassischen Vertriebs-, Anzeigen- und Druckgeschäft gegenüber. Der Umsatz stagnierte auf Gruppenebene bei knapp über einer Milliarde Franken.

Zum vierten Mal in Folge verbessern konnte Ringier den operativen Gewinn. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahm auf 113,0 (Vorjahr 110,6) Millionen Franken zu. Das entspricht einer Marge von 11,3 Prozent. Der Digitalanteil des Ebitda nahm um 5 Prozentpunkte auf 71 Prozent zu - ein Spitzenwert im europäischen Medienumfeld.

(sda/bsh)