Globale Entwicklungen, internationaler Wettbewerb und die rasante Generationenabfolge technologischer Innovationen prägten den jährlichen Branchentreff der Schweizer Energiewirtschaft in diesem Jahr. Nationalrat Jacques Bourgeois stellte als Vertreter der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie die nationalen Weichenstellungen der Schweizer Energiewirtschaft als unabhängiger, aber zuverlässiger Partner im europäischen Umfeld dar. Darauf beschrieb Stefan Muster von AWEL die Optionen der nationalen Energieversorgungsunternehmen bezüglich ihrer Chancen und Risiken. Auch die Europäische Kommission beteiligte sich auf Augenhöhe an dem Dialog mit der Schweizer Energiewirtschaft.

In einem aufschlussreichen Vergleich zwischen der Schweiz und Deutschland schilderte Michael G. Feist, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover, die Risiken, Chancen und strategischen Optionen, die für die Schweizer Energiewirtschaft mit dem Thema Marktöffnung und Liberalisierung verbunden sind.

Natürlich standen auch aktuelle nationale Entwicklungen in der Schweiz im Fokus der Veranstaltung. So war etwa die Fusion von Atel und EOS das Thema eines Hintergrund-Interviews, das der Tagungsmoderator und TV-Journalist Daniel Hanimann mit Hans E. Schweickardt, dem Verwaltungsratspräsidenten der Alpiq Holding, führte, die aus dieser «Elefantenhochzeit» entstanden ist. Kurt Bobst, der CEO der Rätia Energie, berichtete über konkrete Reibungsverluste und die Notwendigkeit von Ablaufoptimierungen in der Stromwirtschaft.

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Pierre-Alain Graf, Chef der Swissgrid, beschrieb die Versorgungssituation, die auch von Problemen mit erhöhten Transportkapazitäten geprägt ist. Samuel Leupold wies als Vertreter des Managements der BKW FMB Energie auf die mittelfristige Bedeutung thermischer Kraftwerke als Übergangslösung bis zum Bau der projektierten Atomkraftwerke hin.