Der CEO der SBB habe in diesem Frühjahr beschlossen, spätestens auf Ende des nächsten Jahres zurückzutreten, teilt der Bahnbetrieb mit. Andreas Meyer habe den Verwaltungsrat frühzeitig über seine Absichten informiert und werde «bis zur Übernahme durch die Nachfolge die Verantwortung für das Unternehmen innehaben».

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«Der Zeitpunkt für die Ankündigung meines Rücktritts wurde mit dem Verwaltungsrat frühzeitig festgelegt und entspricht meiner Intention, vor dem 60. Altersjahr eine neue berufliche Phase einzuleiten», so Andreas Meyer.

Zudem fällt er zusammen mit dem Abschluss des Strategieprozesses 2020 im kommenden Jahr. Den anstehenden Generationenwechsel in der SBB-Führung wolle Andreas Meyer dann dem oder der neuen SBB-Chef/in überlassen.

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13 Jahre an der Spitze

VR-Präsidentin Monika Ribar würdigt Meyers 13-jährige Amtszeit an der Spitz des «komplexen Unternehmens» und habe «es verstanden, daraus ein modernes Service Public-Unternehmen zu gestalten».

Anfang August kam es im Bahnhof Baden AG zu einem tragischen Unfall, bei welchem ein Zugbegleiter in einer Türe eingeklemmt, mitgeschleift und tödlich verletzt wurde. Der Verwaltungsrat habe auch angesichts dieses Unfalls volles Vertrauen in Meyer und die Konzernleitung, sagt Ribar.

Die Suche einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers sei bereits eingeleitet worden.

Andreas Meyer führte das Unternehmen mit 33'000 Mitarbeitenden seit 2007. So hat er beispielsweise SBB Cargo wieder in die schwarzen Zahlen geführt und SBB Immobilien ausgebaut. Aber auch der Streik in Bellinzone 2008 und die späte Inbetriebnahme des neuen FV-Dosto fallen unter seine Amtszeit, wie die SBB mitteilt.

(rap/mlo/gku mit Material von sda)