Die SBB lagert ihren ärztlichen Dienst aus. Lokführer und andere Mitarbeitende der SBB werden künftig nicht mehr intern, sondern von einem Drittanbieter medizinisch untersucht. Entlassungen werde es keine geben, teilte die SBB am Mittwoch mit.

Hauptgrund für die Auslagerung sei, «dass weitere gesetzliche Anforderungen auf uns zukommen», sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage. Um diese zu erfüllen, müsste die SBB in IT-Anwendungen investieren. Angesichts dessen habe die SBB beschlossen, die medizinischen Leistungen ab Sommer 2017 an einen spezialisierten Drittanbieter zu übertragen. Wer den Auftrag erhält, soll voraussichtlich 2016 im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ermittelt werden.

Internes Kompetenzzentrum gegründet

Gleichzeitig gründet die SBB ein internes Kompetenzzentrum. Dieses solle sich primär auf die fachliche Führung, die Qualitätssicherung und die Beratung konzentrieren, wie die SBB schreibt. An den Servicequalitäten für die SBB-Mitarbeitenden werde sich nichts ändern, sagte Ginsig.

Der ärztliche Dienst der SBB, der Medical Service (AeD), beschäftigt heute rund 40 Mitarbeitende. Sie führen unter anderem bei angehenden Lokführern Hör- und Sehtests durch und testen diese auf Farbenblindheit. Neben Erstuntersuchungen machen sie auch periodische Untersuchungen.

(sda/ise)