Ein Leben lang den gleichen Job, ein Leben lang dem Unternehmen treu sein: Was früher als selbstverständlich galt, scheint heute kaum mehr Thema zu sein. Denn rund die Hälfte der Schweizer glauben, dass man alle drei bis fünf Jahre die Arbeitsstelle wechseln sollte – weitere 26 Prozent würden dies nach fünf bis acht Jahren tun. Dies ergab die «Employee Insights Survey 2013» von Robert Walters. Lediglich fünf Prozent denken, dass es sinnvoll ist, den Job erst nach acht oder mehr Jahren zu wechseln.

Handelt es sich bei der Stelle aber um die ersten Gehversuche in der Arbeitswelt, so denken die meisten Befragten (44 Prozent), dass der Wechsel bereits nach zwei bis drei Jahren zu erfolgen hat. Etwa ein Drittel die Spanne von drei bis fünf Jahren als besten Zeitpunkt. Kaum einer will beim ersten Arbeitsverhältnis länger als fünf Jahre für eine Firma tätig sein (7,6 Prozent).

Gründe für einen neuen Job können verschieden sein: So antwortete knapp die Hälfte der Befragten, dass sie wegen Mangel an Karrieresprüngen in eine neue Funktion übergehen wollen. Direkt gefolgt von «Schwierigkeiten mit einem Arbeitskollegen oder dem Chef» – was rund ein Drittel der zur Antwort gaben.

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Überstunden ohne Gegenleistung

Mehr als die Hälfte der Befragten arbeitet im Schnitt 40 bis 50 Stunden pro Woche. Verheerend ist dabei die Tatsache, dass zwei Drittel davon keine Entschädigung für Überstunden erhalten. Zum Trost: Auch in anderen Ländern wird die Überstundenzeit der Mitarbeiter in den meisten Fällen nicht gewürdigt (59 Prozent).

In der heutigen globalisierten Welt, werden internationale Arbeitserfahrungen zunehmends wichtig: Für 44 Prozent der Leute erscheint sie sogar als notwendig. Der Grund liegt bei den meisten darin, überhaupt einmal mit dem Ausland konfrontiert sein zu wollen.

Herausforderungen

Für die Befragten in anderen Ländern der Welt ist im Vergleich zu den Schweizern die Auslandserfahrung weniger wichtig. Sie wird zwar als extrem nützlich, nicht aber als notwendig erachtet. Auch der Grund für internationales Arbeiten unterscheidet sich im Vergleich zur Schweiz: An erster Stelle steht die Antwort der besseren Karrieremöglichkeit.

Zumindest in einem Punkt sind die Auswertungen national und international deckungsgleich: Für die Zufriedneheit sind Herausforderungen und eine gesunde Work/Life-Balance erforderlich.