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Expansion
Stadler Rail wird zum weltgrössten Trolleybusbauer

Peter Spuhler: Umsatzpotenzial von 100 Millionen Franken in Weissrussland. Keystone

Der Zugbauer übernimmt das Geschäft mit Trolleybussen des weissrussischen Staatsbetriebs BKM und gewinnt ein Umsatzpotenzial in dreistelliger Millionenhöhe. Auch andernorts winken neue Geschäfte.

Von Bernhard Fischer
am 03.12.2014

Der Zugbauer Stadler Rail wird zum grössten Trolleybusbauer der Welt. Dies berichtet die «Handelszeitung». Im Zuge der Eröffnung eines Zugmontagewerks in Minsk übernahm Stadler Rail das gesamte Trolleybusgeschäft des weissrussischen Staatsbetriebs Belkommunmash (BKM). Spuhler gewinnt damit ein Umsatzpotenzial von bis zu 100 Millionen Franken hinzu. «Wir kommen zu diesem Geschäft wie die Jungfrau zum Kind», so Peter Spuhler gegenüber der Handelszeitung.

Die Kernmärkte für die Trolleybusse aus Minsk sind Weissrussland, Russland, Lettland, Serbien, Moldawien, die Ukraine und Südamerika. Stadler Rail beabsichtigt, die Busse verstärkt auch in neuen Märkten zu verkaufen.

«Aussichten sind gut»

Das Bus-Geschäft ist nicht der einzige Geldregen vor der Weihnachtspause für den Schienenfahrzeughersteller. Spätestens bis Jahresende wird ein Vertrag über die Lieferung von 58 Zügen für Holland im Wert von 350 Millionen Franken unterzeichnet. «Die Aussichten dafür sind gut», sagt Spuhler.

Auch in den USA hat Stadler Rail beste Aussichten auf ein grosses Geschäft. In Texas ist Stadler Rail Alleinbieter für 12 Dieselzüge. Aufgrund des Buy American Act, der mindestens 60 Prozent Wertschöpfung in den USA vorschreibt, wird Stadler Rail Komponenten in den USA zukaufen und ein Montagewerk im Raum Texas anmieten. Einer von vier möglichen Standorten dafür wird derzeit abgeklärt.

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