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Urteil
Stararchitekt Calatrava zu Millionenstrafe verdonnert

Kongresspalast in Oviedo: 2006 war bereits eine Decke eingestürzt.   Jsmq/wikimedia/cc

Der für seine futuristischen Bauten bekannte Santiago Calatrava muss wegen mangelhafter Arbeit Schadenersatz zahlen. Der Spanier hat immer wieder Ärger mit seinen Auftraggebern.

Veröffentlicht am 07.02.2014

Stararchitekt Santiago Calatrava muss laut einem Urteil Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Grund sind mangelhafte Arbeiten. Allerdings reduzierte das Landgericht in Oviedo die von einem erstinstanzlichen Gericht ausgesprochene Höhe um 310'000 Euro auf 2,96 Millionen Euro.

Calatrava war Anfang Juni 2013 für mehrere Mängel am 2011 eingeweihten Kongresspalast der nordspanischen Stadt schuldig gesprochen worden. Beide Seiten - Calatrava und der Auftraggeber - waren damals in Berufung gegangen. Ob sie erneut Einspruch einlegen wollen, teilten die beiden Parteien zunächst nicht mit.

Eingestürztes Dach

Die Schadenersatzsumme ergibt sich gemäss amtlichen Angaben aus der Differenz zwischen der errechneten Entschädigung von 10,24 Millionen Euro und den Honoraren von 7,28 Millionen Euro, die der Bauauftraggeber und Betreiber des futuristischen Gebäudes, die Firma Jovellanos XXI, dem 62-Jährigen noch schulde.

Während der Bauphase waren 2006 in Oviedo wegen Konzeptionsfehlern unter anderem Dachteile des «Palacio de Congresos» eingestürzt. Allein dieser Unfall führte damals zu Mehrkosten von 3,4 Millionen.

Viel Ärger mit Auftraggebern

Calatrava ist für technisch spektakuläre, futuristische Bauwerke bekannt. Er entwarf zahlreiche Bahnhöfe und Brücken und in New York auch die neue U-Bahn-Station World Trade Center an der Stelle der Terroranschläge vom 11. September 2001.

Der weltweit angesehene Architekt aus Valencia hatte in den vergangenen Jahren wegen hoher Kostenvoranschläge und zahlreicher Baumängel mehrfach Ärger mit seinen Auftraggebern. Bereits seit 1980 hat der heute 62-jährige Calatrava eines seiner Büros in Zürich.

(sda/dbe)

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