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Strategie
Staubsaugerhersteller Dyson setzt auf Direktverkauf

Dyson: Saubermann mit Stil. Keystone

Der britische Staubsaugerhersteller Dyson will künftig verstärkt auf den Direktverkauf in eigenen Filialen setzen. Der Firmengründer sieht den Brexit als Chance.

Veröffentlicht am 27.03.2017

Nach der Eröffnung des ersten Dyson-Geschäfts an der Londoner Oxford Street im vergangenen Jahr werde demnächst ein weiteres an der Fifth Avenue in New York seine Türen öffnen, teilte das Unternehmen mit. Mehrere weitere sind demnach in grossen Städten in Indien geplant. Dyson ist für seine Staubsauger ohne Beutel bekannt. Das Unternehmen stellt aber auch Saugroboter, Luftbefeuchter, Ventilatoren, Heizlüfter und Haartrockner her.

Der Umsatz legte im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund (knapp 3,1 Milliarden Franken) zu - auch aufgrund des Wertverlustes der britischen Währung infolge des Brexit-Referendums.

Brexit als Chance

Die Einnahmen im Ausland gewannen bei der Umrechnung in Pfund dadurch an Wert. Dyson ist in 65 Ländern aktiv und beschäftigt rund 8500 Mitarbeiter. Dyson macht 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland.

Firmengründer James Dyson sieht den bevorstehenden Ausstieg Grossbritanniens aus der EU als positive Entwicklung. «Der Brexit ist eine wunderbare Chance», sagte der Brite dem «Handelsblatt» vom Montag.

Langfristig habe das Land dadurch die Möglichkeit, bessere Handelsverträge mit anderen Ländern abzuschliessen. «Wir können uns neu orientieren und selbstbestimmt sein, können unsere eigenen Gesetze beschliessen und unsere eigenen Steuersätze festlegen.»

Dass sein Unternehmen den Hauptsitz aus dem britischen Malmesbury abziehe, stehe nicht zur Debatte, sagte Dyson. «Ich halte mich für sehr europäisch. Ich möchte aber nicht durch Gesetze an Europa gebunden sein oder von Europa regiert werden.»

Am Mittwoch will die britische Premierministerin Theresa May offiziell in Brüssel den Abschied ihres Landes aus der Europäischen Union in Gang setzen. Viele Wirtschaftsexperten erwarten in diesem Fall schwerwiegende Folgen für die britische Wirtschaft, gerade für exportierende Unternehmen.

(sda/chb/gku)

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