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Stellenabbau bei Rheinmetall in Zürich

Oerlikon-Contraves ist seit 1999 bei Rheinmetall (Bild: Keystone)

Flugabwehr-Kanonen und Air-Defence-Produkte sind in der Euro-Krise nicht so gefragt. Das spürt auch die Sparte von Rheinmetall in Zürich und muss darum rund zehn Prozent der Belegschaft entlassen.

Veröffentlicht am 29.10.2012

Der deutsche Industrie- und Rüstungskonzern Rheinmetall streicht in der Schweiz 80 Stellen. Das Geschäft der Sparte Rheinmetall Air Defence leidet unter den Kürzungen im Verteidigungsbudget vieler Länder in Europa, sowie auch dem starken Franken.

40 Mitarbeiter entlässt Rheinmetall, den Rest des Stellenabbaus will das Unternehmen über natürliche Abgänge und Frühpensionierungen bewerkstelligen. In Zürich gehen damit rund zehn Prozent der aktuell 770 Stellen verloren, wie ein Konzernsprecher aus dem Hauptsitz in Düsseldorf der Nachrichtenagentur sda am Montag sagte.

Der Abbau könne sozialverträglich gestaltet werden, teilte die Arbeitnehmerorganisation Angestellte Schweiz mit. Für die Betroffenen sei ein Sozialplan erstellt worden und Rheinmetall unterstütze sie bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.

Rheinmetall besteht aus zwei Sparten: Autozulieferung und Rüstung. In der Schweiz ist das Unternehmen durch die Übernahme der Waffenfabrik Oerlikon-Contraves im Jahr 1999 vertreten.

Die Rüstungssparte produziert unter anderem Flugabwehrsysteme, gepanzerte Kettenfahrzeuge sowie logistische und taktische Radfahrzeuge. Auch elektronische Systeme beispielsweise für die Führung von Armeen und Aufklärungsmittel gehören zum Angebot des deutschen Konzerns.

(tke/rcv/sda)

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