Die UBS soll sich im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Beihilfe zur Steuervermeidung mit den Behörden auf eine Zahlung von rund 100 Millionen Euro geeinigt haben, heisst es in einem Artikel der Nachrichtenagentur «Bloomberg». Diese beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Kreise.

Eine Einigung könnte gemäss der Agentur in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Die UBS wollte den Artikel gegenüber AWP nicht kommentieren.

Die vermeintliche Einigung kommt zu einer Zeit, in der die italienische Finanzpolizei sich auf Schweizer Banken einschiesst. Die Guardia di Finanza, wie die italienische Finanzpolizei genannt wird, hat Anfang des Jahres ein Schreiben an die Schweizer Kreditgeber geschickt, in dem sie um eine Liste aller ihrer italienischen Einheiten, Daten über lokale Kundenberater sowie eine Erläuterung der Vermögensverwaltung für italienische Kunden bat.

Das Schreiben ist datiert auf den 21. Januar, wie die «Handelszeitung» berichtete (Lesen Sie den ganzen Text hier). Die Steuerfahnder wollen für die Jahre 2013 bis 2017 detailliert wissen, wie und mit was die Banken am Geschäft mit ihren italienischen Kunden verdient haben. Beispielsweise, ob die jeweilige Bank ihrer Kundschaft Auslandskredite, insbesondere Hypotheken, gewährt hat. Auch fragt die Finanzpolizei nach den Namen der «in Italien tätigen Kundenberater». Weiter dreht sich das «Questionario» um die Art und Weise, wie die Vermögenden im Bel Paese beraten wurden. Die Finanzpolizei will beispielsweise wissen, ob Treuhänder, Tochtergesellschaften oder Beteiligungshäuser bei den Geldgeschäften im Spiel waren.

(awp/ise)

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