Nach dem neuen Zollrecht muss auch der «klassische Postverkehr»
ausländischer Postgesellschaften mit der Schweizerischen Post verzollt werden. Und zwar nicht mehr durch den Zoll selbst, sondern durch die Post. Swiss Post International Logistics AG (Spilog) hat die Firma Sisa Studio Informatica SA, Reinach/Taverne, mit der Entwicklung einer speziellen Verzollungs-software beauftragt. Mitte Juli startete das Projekt im neuen Briefzentrum Zürich-Mülligen. Im Endausbau werden schweizweit über 10000 Sendungen pro Tag mit der Sisa-Software verzollt. Mit dem neuen Schweizer Zollrecht, das am 1. Mai 2007 in Kraft trat, wird auch der grenzüberschreitende Postverkehr für alle im Postverkehr tätigen Konzessionäre neu geregelt. Im Sinne der Gleichbehandlung aller Firmen wird die «Office-Verzollung» durch die Post aufgehoben und durch die im internationalen Warenverkehr übliche Zollveranlagung ersetzt. Auf der Basis der bestehenden Plattform Declare it e-dec Import entwickelte Sisa innert kürzester Zeit die IT-Lösung «e-dec Postverkehr» für die Verzollung der internationalen Brief- und Paket-sendungen. «Die neue Software entspricht den Anforderungen der neuen, vereinfachten Abfertigung e-dec Import Postverkehr. Gleichzeitig integriert sie unsere bestehenden Systeme des Customer Supports sowie der Logistik-, Finanz- und Archivierungsanwendungen», erklärt Patrick Maier, General Manager der Spilog.

Lösung in wenigen Monaten

Für Roland Schumacher, CEO der Sisa, waren die engen Termine die grösste Herausforderung. «Der Projektstart der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) mit SPI und weiteren Beteiligten fand im September 2006 statt, im Januar 2007 erfolgte die Auftragserteilung an Sisa und im Juli das Rollout der neuen Lösung», fasst Schumacher das enge Timing zusammen. Aufgrund des knappen Zeitrahmens wurde das Projekt von der Zollverwaltung direkt mit der Konzeptphase, ohne Voranalyse, gestartet. «Dank der engen Zusammenarbeit des Projektteams von SPI, EZV und Sisa konnten die Spezifikationen postwendend besprochen und umgesetzt werden», erklärt Schumacher weiter.

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