Das Unternehmen von Carlos Slim, die Telekommunikationsfirma América Móvil, will 40 Millionen US-Dollar in Shazam investieren. Das Miniprogramm hilft seinen Nutzern, mit einer kurzen Audioaufnahme, die aktuell spielende Musik zu erkennen. Daraufhin wird das Lied so «gespeichert», dass der User die Möglichkeit hat, das Produkt zu kaufen oder mit anderen zu teilen.

Slim zählt zu den reichsten Menschen der Welt – direkt hinter Bill Gates: Sein Vermögen wurde im Juni 2013 auf 66,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Shazam-Chef Andrew Fisher ist über das Investment von Slim natürlich erfreut: Der Deal erlaube es der Firma, die europäischen Verkaufsteams zu stärken und gleichzeitig die Kapazität der Computersysteme zu erhöhen. «Wir hatten uns bisher auf Nordamerika fokussiert – jetzt ist Europa an der Reihe», sagt Fisher gegenüber dem «Telegraph».

300 Millionen Dollar Umsatz

Es handle sich laut Bericht um Slims erstes Investment in eine britische Firma. Er erhoffe sich dadurch, mit der App in der Fernsehwelt Fuss zu fassen, wie die Schweizer Plattform «PC-Tipp» schreibt: Die Shazam-App solle im TV Werbesongs erkennen und auf die Webseite der Marke verlinken können.

«Ein völlig neuer Markt für TV, Musik und Werbe-Tagging öffnet sich», kommentiert die britische Tageszeitung «The Guardian». Der Nutzer «markiert» künftig nicht nur das, was er hört, sondern auch das, was er sieht.

Gemäss dem österreichischen «Wirtschaftsblatt» sind weltweit 350 Millionen Menschen auf Shazam registriert. Der Umsatz des im Jahr 2000 gegründeten Musikdienstes liege bei 300 Millionen US-Dollar pro Jahr. Seit der Gründung hat Shazam bereits Gelder in Höhe von 75 Millionen US-Dollar erhalten. Weiter sei ein Börsengang geplant – allerdings nicht mehr für 2013.

(ama/vst)

 
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