Der Quartalsgewinn kletterte auf Rekordhöhe.

Zwar sei der Verkaufspreis pro Fahrzeug im Schnitt um 13 Prozent gesunken, teilte der US-Konzern am Montag nach Börsenschluss mit. Allerdings sei die Marge gestiegen, weil die Kosten noch schneller gefallen seien. Der Umsatz legte in den ersten drei Monaten auf 10,4 Milliarden US-Dollar zu, nach knapp 6 Milliarden vor Jahresfrist. Analysten hatten mit 10,3 Milliarden gerechnet.

Tesla hat zudem seinen bislang höchsten Quartalsgewinn erreicht. In den drei Monaten des Jahres verdiente das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk unter dem Strich 438 Millionen Dollar. Vor einem Jahr hatte die Bilanz lediglich ein leichtes Plus von 16 Millionen Dollar ausgewiesen.

An Börse an Schwung verloren

An der Börse kamen die Zahlen zunächst nicht gut an: Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel ein Prozent. Nach dem kräftigen Kursanstieg im Jahr 2020 hat sie seit Jahresanfang deutlich an Schwung verloren.

Analysten hatten sich zuletzt daran gestört, dass Tesla nur einen vagen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben hatte. Der Konzern erklärte nun, man halte an den Fertigungs- und Auslieferungszielen für die im Bau befindlichen Werke in Brandenburg und Texas fest. Mit einem Börsenwert von mehr als 700 Milliarden Dollar ist Tesla das sechstwertvollste börsennotierte Unternehmen in den USA.

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Der Bau der ersten europäischen Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin geht aber offenbar nicht mehr ganz so schnell wie erhofft. Die abschliessende umweltrechtliche Genehmigung für das Werk durch das Land Brandenburg steht allerdings immer noch aus. 

Noch 2021 Produktion in Deutschland

Im Geschäftsbericht von Tesla steht nun, dass das Projekt auf Kurs sei, im späten Jahresverlauf 2021 mit Produktion und Auslieferungen zu beginnen. Bislang hatte es aus Branchenkreisen stets geheissen, dass die Bänder bereits Mitte des Jahres anlaufen sollen. Ein Sprecher von Tesla in Deutschland hatte bis zuletzt betont, dass der ursprüngliche Zeitplan weiterhin stehe.

Der vom Milliardär Elon Musk geführt Konzern profitiert von der stark anziehenden Nachfrage nach Elektroautos in China. Allein im ersten Quartal lieferte das Unternehmen früheren Angaben zufolge mit 184'800 Fahrzeugen so viele Autos aus wie nie zuvor. Vor allem die günstigeren Modelle seien bei den Kunden gut angekommen.

Zugleich scheint der Konzern weniger als viele andere Autobauer unter der derzeitigen Knappheit von Halbleitern zu leiden: Die Produktion lag im ersten Quartal in etwa auf dem Niveau des Vorquartals, während viele andere Autobauer mit der Knappheit zu kämpfen hatten und Kurzarbeit anmelden mussten.

Dem umtriebigen Unternehmer Musk, der auch Chef des Raketenherstellers SpaceX ist, ist es binnen weniger Jahre gelungen, das Auto-Start-up zu einer Kultmarke zu machen. Tesla wird nicht nach Kriterien der Automobilindustrie bewertet, sondern nach denen grosser Tech-Konzerne.

(sda/tdr)