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Tödliche Unfälle auf dem SBB-Schienennetz

Beim Zusammenstoss zweier Regionalzüge in der Waadt starb ein Lokführer, mindestens 35 Menschen wurden verletzt – einer der schwersten Zugunfälle der vergangenen zehn Jahre. Ein Rückblick.

Veröffentlicht am 30.07.2013

Beim Zugunglück im Waadtland handelt es sich um einen der schwersten Zugunfälle seit 10 Jahren. Im Oktober 2003 gab es 1 Tote und 45 Verletze, als zwei Schnellzüge im Bahnhof Zürich-Oerlikon zusammenprallten. Nachfolgend eine Chronologie der grösseren Zugunglücke.

26. Juli 1947: Zwei Personenzüge der Südostbahn (SOB) stossen bei Bennau SZ auf offener Strecke zwischen Biberbrugg und Einsiedeln zusammen. Zehn Personen sterben, 73 werden verletzt. Der eine Zug hatte den Fahrbefehl zu früh erhalten.

22. Februar 1948: Ein Ski-Sonderzug der Südostbahn prallt wegen einer Fehlmanipulation des Lokführers und einer falsch gestellten Weiche auf ein Gebäude in Wädenswil ZH, 21 Menschen sterben, 40 werden verletzt.

24. Juni 1968: 12 Tote, 103 Verletzte beim Zusammenstoss eines Güterzugs mit dem «Roten Pfeil» bei St. Leonard VS.

18. Januar 1971: Zwei Züge des so genannten «Goldküstenexpress» prallen wegen technischer Defekte und Fehlern von Stationsbeamten zwischen Herrliberg und Feldmeilen ZH zusammen. Sechs Personen sterben, 17 werden verletzt.

28. August 1971: 5 Tote bei der Entgleisung eines Zuges im Simplontunnel.

26. März 1974: 3 Tote, 13 Verletzte, als der entgleiste Speisewagen eines Schnellzugs in der Schlucht von Moutier BE in den Felsen prallt.

Februar 1976: 7 Tote, 40 Verletzte nach Frontalzusammenstoss auf der Linie Yverdon-Ste Croix.

23. Juli 1976: 6 Tote, 34 Veletzte nach Entgleisung des Riviera-Express bei Brig.

September 1976: 6 Tote, als ein Zug eine Gruppe von Gleisarbeitern bei Zürich erfasst.

12. Februar 1980: 2 Tote, 18 Verletzte nach Kollision einer Lokomotive mit einem Regionalzug in Bern.

18. Juli 1982: 6 Tote, 59 Verletzte beim Zusammenstoss zwischen Güter- und Personenzug bei Othmarsingen AG.

12. September 1982: 39 Tote, 2 Verletzte beim Zusammenstoss eines Reisecars mit einem Zug bei Pfäffikon ZH auf einem Bahnübergang, dessen Barriere nicht heruntergelassen war.

1. September 1984: 6 Tote, 30 Verletzte beim Zusammenstoss zweier Personenzüge bei Martigny-Bourg VS.

26. April 1985: 4 Tote, 16 Verletzte bei der Kollision zweier Regionalzüge Bern-Solothurn in Deisswil BE.

14. September 1985: 5 Tote, 56 Verletzte beim Zusammenstosszwischen Lokomotive und Regionalzug auf der Linie Renens-Denges VD.

16. Februar 1990: 3 Tote, 12 Verletzte nach Zusammenstoss desEuro-City «Galilei» mit einem SBB-Kranwagen bei Saxon VS.

8. August 1992: 1 Toter, 9 Verletzte nach Zusammenstoss eines Schnellzugs mit einer S-Bahn-Komposition in Zürich-Oerlikon.

8. März 1994: Bei der Entgleisung und anschliessenden Explosion von Benzin-Zisternenwagen in Zürich-Affoltern werden drei Personen teils schwer verletzt.

21. März 1994: 9 Tote, als in Däniken SO ein ausschwenkender Schienenkran drei Wagen des Schnellzuges Brig- Romanshorn aufschlitzt.

16. September 1996: 30 Verletzte beim Zusammenstoss eines Regionalzugs mit einer Lokomotive im Bahnhof von Courfaivre JU. DerLokführer des Regionalzugs war abgelenkt worden und hatte ein Rotlicht überfahren.

13. November 1997: 17 Verletzte beim Zusammenstoss zweier Personenzüge der Appenzeller Bahnen beim Bahnhof Herisau. Ein Lokführer hatte ein Signal missachtet und war zu früh abgefahren.

1. November 1999: 2 Tote, zahlreiche Verletzte beim Zusammenstoss eines SBB-Regionalzuges und eines BLS-Schnellzuges beim Berner Bahnhof Weissenbühl. Der SBB-Lokführer hatte ein Rotlich überfahren.

6. Juni 2000: 1 Toter beim Zusammenstoss eines Personenzuges der Regionalverkehr Mittelland AG (RM) in Hüswil LU mit einem Güterzug wegen einer falsch gestellten Weiche.

21. Februar 2002: 2 Tote, 3 Verletzte bei der Kollision eines Frachtzuges mit einer Lokomotive im Bahnhof Chiasso.

7. August 2003: 64 Verletzte beim Zusammenstoss zweier Züge der BOB in Gsteigwiler BE; später stirbt ein Schwerverletzter. Ein Lokführer hatte ein Rotlicht überfahren.

24. Oktober 2003.: 1 Tote, 45 Verletzte bei der Kollision zweierSchnellzüge im Bahnhof Zürich Oerlikon. Bei dem nach Schaffhausenfahrenden Schnellzug waren ein Teil der Bremsen nicht in Betrieb.

24. Februar 2004: Beim Zusammenstoss zwischen einem Bauamtsfahrzeug und einem SBB-Regionlzug in Walterswil SO werden zwei Gemeindearbeiter des Werkhofes Oftringen AG getötet.

17. Mai 2006: Bei einem Bauzug versagen zwischen Frutigen undSpiez die Bremsen. Er wird auf einen in Thun stehenden Bauzuggeleitet. Drei Menschen sterben beim Zusammenstoss.

23. Juli 2010: Bei der Entgleisung eines "Glacier Express" kurz vor Fiesch im Walliser Obergoms kommt eine japanische Touristin ums Leben. 42 Personen werden verletzt.

8. August 2011: Bei der Streifkollision eines SBB-Regionalzuges und einer Güterlokomotive werden im aargauischen Döttingen 2 Personen schwer und 20 weitere leicht verletzt. Der Lokomotivführer des SBB-Regionalzuges hatte bei der Wegfahrt aus dem Bahnhof ein Signal überfahren .

6. Oktober 2011: Beim Zusammenstoss zweier S-Bahn-Züge in Olten SO wird einer der Lokführer schwer, eine reisende Person leicht verletzt. Die beiden Züge streifen sich kurz vor der Einfahrt in den grössten Eisenbahnknotenpunkt der Schweiz.

10. Januar 2013: In Neuhausen stossen ein SBB-Doppelstockzug und eine Thurbo-Komposition zusammen. Der Thurbo-Lokführer hatte ein Haltesignal missachtet. 26 Passagier werden leicht verletzt, und es entsteht Sachschaden in Millionenhöhe.

13. Juli 2013: Im Bahnhof Zürich-Oerlikon kippt ein Baukran auf einen einfahrenden Personenzug und beschädigt zwei Doppelstockwagen. Von den 250 Zugspassagieren wird niemand verletzt.

(vst/sda)

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