Die UBS hat in den vergangenen Monaten über 150 Stellen abgebaut, wie «Bloomberg» recherchiert hat. Die Bank hat vor allem Positionen in den Divisionen Vermögensverwaltung und Investmentbanking gestrichen, verrieten Insider dem Nachrichtenportal.

Die Mehrheit des Stellenabbaus erfolgte in den genannten Corporate Centers, also in zentralen Dienststellen – so bei HR, IT und Marketing. In einer Stellungnahme hiess es von UBS zum Abbau: «Wir verlangsamen die Einstellung von Mitarbeitern, um dem Gegenwind des Marktes entgegenzuwirken.»

Slow-Motion-Kahlschlag

Seitdem Tausende von Arbeitsplätzen seit der Finanzkrise abgebaut wurden, widersetzte sich UBS-Chef Sergio Ermotti den Plänen von Investoren, Massenentlassungen durchzuführen. Stattdessen sollten kleinere Entlassungen, die weniger Aufsehen erregen, erfolgen. Anfang des Jahres versprach Ermotti, 300 Millionen Dollar an Kosten zu sparen, in dem er eine Verlangsamung der Einstellung einführe. 

Dieser stetige Jobabbau ist nichts Neues: Seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 strichen die Grossbanken der westlichen Welt insgesamt 802’000 Stellen, wie «Bloomberg» errechnete. Mit einer Reduktion um 25’000 Stellen landete auch die UBS unter den führenden Stellenabbauern des vergangenen Jahrzehnts. 

(tdr)

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