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UBS: Doppelspitze der Aktienhändler tritt zurück

Grossbank UBS: «Es werden weitere geeignete Disziplinarmassnahmen ergriffen» (Bild: Keystone)

Nach dem milliardenschweren Zocker-Skandal bei der UBS hat nun die Doppelspitze des Bereichs Global Equities ihren Rücktritt erklärt. Die Grossbank kündigte ausserdem gegen weitere Mitarbeiter Diszipl

Veröffentlicht am 05.10.2011

Personelle Konsequenzen bei der UBS: «Nach dem kürzlichen Vorfall im Zusammenhang mit unautorisierten Handelsgeschäften hat Carsten Kengeter, CEO Investment Bank, heute die Rücktritte von Francois Gouws und Yassine Bouhara als Co-Heads of Global Equities akzeptiert», teilte die Grossbank am Abend mit.

Gouws und Bouhara treten laut UBS zurück, da sie die Gesamtverantwortung für die Führung des Equity-Geschäfts tragen.

Zusätzlich würden als Folge des Vorfalls gegen weitere Mitarbeiter im Equities-Bereich «geeignete Disziplinarmassnahmen» ergriffen, heisst es in der Mitteilung. Die UBS erwarte ausserdem, dass auch Verantwortliche in anderen Funktionen mit solchen Massnahmen zu rechnen haben.

Der von der Bank of America Merrill Lynch zur UBS gewechselte Mike Stewart übernimmt per sofort die Funktion des alleinigen Global Head of Equities. Zum Vorfall der unautorisierten Handelsgeschäfte wollte die UBS offiziell zunächst keine weiteren Angaben machen.

CEO Sergio Ermotti zeigte sich in einem Memo jedoch unzufrieden mit den Kontrollsystemen der Bank und drohte mit Konsequenzen.

Ein mittlerweile angeklagter Trader hatte der UBS durch unbewilligte Handelsgeschäfte einen Verlust von rund 2,3 Milliarden US-Dollar eingebrockt. CEO Oswald Grübel trat in Folge des Skandals zurück, Ermotti übernahm interimistisch.

(tno)

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