Die Berner Regionalbank Valiant befindet sich bekanntlich in Gesprächen mit der Berner Kantonalbank (BEKB) über ein möglichen Zusammengehen. Diese Unterredungen sind offenbar nicht exklusiv: Auch mit der Credit Suisse und der UBS finden Gespräche statt, schreibt die «Berner Zeitung» unter Berufung auf eine «gute Quelle». Die beiden Grossbanken hätten eine Stellungnahme abgelehnt.

Daneben bringt der Autor eine ganze Reihe anderer Institute ins Spiel, jedoch nur als wiedergegebene Gerüchte. Da es aus Sicht des Schreibenden «kaum einsichtige Gründe» für das BEKB-Interesse an der Valiant gebe, sei die Vermutung aufgekommen, dass ursprünglich die Zürcher Kantonalbank (ZKB) Kaufinteresse für Valiant gezeigt habe. Nun möchten die Berner verhindern, dass die Zürcher in ihrem Stammgebiet grasen. Die ZKB-Medienstelle bestreite dies.

Zudem soll Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz im vertrauten Kreis gesagt haben, er wäre an den Valiant-Banken interessiert. Doch nach dem Trommelfeuer, dem er nach der Übernahme des Schweizer Geschäfts der Bank Wegelin ausgesetzt gewesen sei, komme das derzeit kaum infrage.

Schliesslich kommt auch die Postfinance ins Spiel, die just heute von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) eine Bankbewilligung erhalten hat. Diese würde ohnehin als strategischer Partner besser zur Valiant passen, so der Autor des Artikels. Zu dem Schluss könnte die personelle Konstellation mit Jürg Bucher als früherer Postfinance- und Postchef sowie künftigen Valiant-Präsidenten geführt haben, heisst es abschliessend. Die Postfinance könne jedoch nicht das Kreditverbot umgehen, indem sie eine Kreditbank kauft, so der Bericht weiter.

(jev/aho/awp)

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