Der Finanzdienstleistungssektor ist heute mit einer beispiellosen Vielfalt von Geschäftsrisiken konfrontiert. Korruption, Geldwäsche, Terroristen und Betrüger sind eine Gefahr für die Branche. Internationale Regulationen und Richtlinien sollen daher verhindern, dass Kriminelle Zugang zum globalen Wirtschaftssystem erhalten und verschleiert agieren.

Diese rigorosen Standards beispielsweise in Bezug auf Anti-Geldwäsche, Identitätsprüfungen oder erweiterte Know-Your-Customer-Prozesse (KYC, Kenne deine Kunden) stellen für Finanzdienstleister eine grosse Herausforderung dar.

Mit Risiken umgehen

Ein Fehlverhalten, im Fachjargon Non-Compliance genannt, wird streng geahndet und die Reputation des Unternehmens ist in Gefahr. Abgesehen von der Gefahr, in Geldwäschegeschäfte, Korruption, Veruntreuung und Terrorismusfinanzierung verwickelt zu werden, gibt es eine Vielzahl weiterer Compliance-Themen, welche die Reputation und Existenz von Unternehmen bedrohen. Hinzu kommen Gerichtsverfahren, Prüfungen auf Wirtschaftskriminalität und Untersuchungsanfragen, in denen Unternehmen nur mit «wasserdichten» Argumenten und Beweisen bestehen können. Schliesslich geht es auch darum, kriminelle Aktivitäten im Unternehmen selbst, interne Misswirtschaft und Betrug zu verhindern. Wie können Unternehmen diese Compliance-Risiken minimieren und sich zuverlässig und effizient schützen?

Kontrolle der Informationen

Im Wesentlichen müssen die Verantwortlichen die Kontrolle über alle im Unternehmen vorhandenen Informationen, die Corporate Intelligence, behalten. Ein umfassendes Intelligence & Compliance Management (ICM) im Rahmen der Wirtschaftskriminalitätsbekämpfung ist unabdingbar, um die essenziellen Unternehmensinteressen zu schützen. ICM sorgt dafür, dass Geschäftsinformationen den heutigen Legal-and-Compliance-Bestimmungen entsprechend behandelt werden. Das Herzstück einer sicheren und effizienten ICM-Strategie ist eine zentral organisierte Informationsinfrastruktur, die alle Datenformate transparent indiziert und griffbereit vorhält. Die zentrale Datenlogistik vereinfacht die Informationsbeschaffung, unterstützt eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit und minimiert das Risiko, wichtige Fakten zu übersehen. Wichtige Elemente sind dabei:

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Die gesetzeskonforme Aufbewahrung von elektronischen Informationen unter Wahrung maximaler Sicherheits- und Vertraulichkeitsstandards.

Ein unmittelbarer, lückenlos protokollierter Zugriff auf gespeicherte Inhalte für alle Mitarbeiter, entsprechend ihrer Funktion und Berechtigung.

Eine permanente Beobachtung und Analyse von Medieninformationen, um potenzielle Reputationsschäden frühzeitig aufzudecken und illegale Geschäftsbeziehungen durch präventive Abklärung (Know Your Customer) zu verhindern.

Nachvollziehbare und gerichtlich verwertbare Dokumentation von Beweismaterial bei Rechtsstreitigkeiten.

ICM ist eine Lösung, die es Verantwortlichen ermöglicht, umfassend informiert die richtigen Entscheidungen zu treffen. Alle Daten sind zentral verfügbar, werden konsistent überwacht und revisionssicher aufbewahrt. Bei Bedarf können Berechtigte Informationen jederzeit schnell abrufen.

Eine konsequente ICM-Strategie umfasst darüber hinaus aber auch ein effizientes Krisenmanagement, beispielsweise im Falle eines Rechtsstreits. Aus Millionen von Dokumenten und Computerdaten müssen in kürzester Zeit alle relevanten Informationen für eine überzeugende und unwiderlegbare Argumentation gefiltert werden. Dazu sind Technologien erforderlich, welche Informationen schnell und unkompliziert wiederherstellen, sodass sie für die Rechtsabteilung zugänglich und einfach zu bearbeiten sind.