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Viele Mode-Traditionshäuser sind verschwunden

Schild: das Modehaus verschwindet von der Bildfläche.   Keystone

Der starke Franken und Konkurrenz aus dem Ausland setzen dem Schweizer Modemarkt zu. Diverse Modehäuser wurden übernommen oder geschlossen. Einzelne halten sich dagegen wacker.

Veröffentlicht am 12.05.2017

Der Schweizer Modemarkt ist seit einigen Jahren in Bewegung. Der starke Franken aber auch Unternehmen wie Zalando, H&M oder Zara haben den Markt umgepflügt. Mit der Folge, dass viele Schweizer Traditonsmodehäuser verschwunden sind.

Das neueste Beispiel dafür ist Schild. Das 1922 in Luzern gegründete Modehaus wird bis spätestens Ende 2019 gänzlich von der Bildfläche verschwunden sein, wie die Migros am Freitag mitteilte. Grund dafür ist eine Neuausrichtung. Die Migros, die Schild 2013 übernommen hat, legt ihr Modegeschäft unter der Dachmarke Globus zusammen.

Marktveränderungen nicht überlebt

Das genau gleiche Schicksal hat auch das Modehaus Spengler erfahren, das 2004 von Schild übernommen wurde. Schild hatte damals die Firma innerhalb eines Jahres vollständig integriert und den Namen von allen Artikeln und Filialen entfernt. Mit der Übernahme von Spengler stieg Schild damals hinter Charles Vögele, C&A und H&M zur Nummer vier im Schweizer Modemarkt auf.

Wie Schild hat auch die damalige Nummer eins die Marktveränderungen nicht überlebt. Im Herbst 2016 unterbreitete der italienische Modekonzern OVS zusammen mit anderen Investoren dem Modehändler aus Pfäffikon SZ ein Übernahmeangebot. Auch OVS plant die vollständige Integration von Charles Vögele. Der Name und die Marke sollen bis Ende 2018 vollständig verschwunden sein.

PKZ hat überlebt

Ebenfalls ein Opfer des Konzentrationsprozesses im Schweizer Modemarkt wurde Feldpausch. Das 1927 in Basel gegründete Unternehmen wurde 1996 von PKZ übernommen. 2014 strich PKZ zusammen mit dem Namen Burger auch den Namen Feldpausch.

PKZ selbst hat dagegen bis heute überlebt. Das nach wie vor eigenständige Modehaus wurde 1881 in Winterthur als Kleiderfabrik gegründet und verfügt heute noch über 35 Standorte. Auch das kleinere Zürcher Modehaus Modissa (1944 gegründet) ist noch mit insgesamt fünf Filialen in Zürich und Winterthur aktiv.

Als Namen noch präsent ist auch die Bekleidungsgruppe Grieder. Die Gruppe wurde 1972 von der Brunschwig-Gruppe übernommen, zu der auch die Modehäuser Bongénie gehören.

(sda/cfr)

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