Der national bekannte Satiriker Viktor Giacobbo ist als VR-Präsident des Casinotheaters in Winterthur gefragt. Für seine bis zu siebzig Mitarbeitenden habe das Kulturhaus Kurzarbeit beantragt, sagt Giacobbo im «Handelszeitung»-Interview. Zudem werde er sich um das KMU-Kredit-Programm bemühen, welches Bund und Banken lancieren.

Das Casinotheater geniesse immerhin einen befristeten Schutz, weil man mit der Mobiliar eine Epidemie-Versicherung abgeschlossen habe. Giacobbo: «Wir sind offenbar eine der ganz wenigen Firmen im Land, die eine Epidemie-Versicherung haben.»

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Komikerinnen, Musiker, Satiriker stark betroffen

Klar sei aber gleichwohl, dass das Theaterhaus wegen des generellen Verzichts auf staatliche Subventionen «gefährdeter ist als die meisten grossen Theaterhäuser, etwa als das Zürcher Opernhaus, das jedes Jahr 80 Millionen Franken aus der Staatskasse kriegt».

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Besonders betroffen vom Shutdown seien aber die selbstständigen Komikerinnen, Musiker und Satiriker. «Das sind Kleinstunternehmer, die keine Subventionen kriegen und das volle Risiko tragen.» Ihre Einnahmen seien komplett weggebrochen. «Da werden einige Leute schon bald in den Konkurs schlittern.»

Gute Noten verteilt er dem Krisenmanagement des Bundesrates und der Behörden, besonders des BAG. Giacobbo: «Glücklicherweise haben wir den unaufgeregten Daniel Koch, er bricht jeder Hysterie die Spitze.» Diesen Ton wünsche er sich ab und zu auch in den Medien.

(bar/me)