Den Spitzenplatz unter den grössten Finanzinstituten nimmt zum siebten Mal in Folge die britische HSBC ein. Die Bank mit Sitz in London kam Ende 2018 auf eine Bilanzsumme von rund 2,2 Billionen Euro. Mit BNP Paribas (rund 2 Billionen Euro) und Crédit Agricole (rund 1,9 Billionen Euro) kommen zwei französische Banken auf Platz zwei und drei. 

Der starke Dollar verhalf der HSBC zu diesem Platz, denn er ist Berichtswährung der Bank. Dadurch wuchs ihre Bilanzsumme um über 6 Prozent. Die Ungewissheit über die künftige Beziehung zwischen der EU und Grossbritannien sowie die Sorgen um einen Abschwung in Europa haben die Mass-Währungen der anderen Grossbanken belastet: Der Euro fiel um 4,6 Prozent, das britische Pfund um 5,7 Prozent.

All dies zeigt eine neue Auswertung von S&P Global Market Intelligence (also jener Rating-Agentur, das auch die S&P-Indizes erarbeitet). Eine bemerkenswerte Verschiebung auf der Liste bildet der Aufstieg des Banco Santander auf Platz vier. Damit konnten die Spanier auch die Deutsche Bank überholen. 

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Raiffeisen auf Rang 39

Die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse schafften es nicht unter die grössten zehn Banken – landeten auf Platz 11 und 16.

S&P hat insgesamt 50 Banken nach ihrer Bilanzsumme aufgelistet. Mit sieben Banken weist Deutschland die meisten Geld-Riesen in Europa auf; allerdings kommen diese sieben Häuser zusammen nur auf eine Bilanzsumme von 3,1 Billionen Euro.

Grossbritannien und Frankreich haben zwar nur jeweils sechs Banken im Ranking, doch diese erreichen zusammen Assets von 7,5 Billionen respektive 6 Billionen Euro.

Global gesehen sind Europas Banken nicht mehr in der ersten Reihe: HSBC kommt im Gesamt-Ranking von S&P Global auf Platz sieben – derweil sich asiatische Institute auf «The World's 100 Largest Banks» die ersten fünf Plätze aufteilen:

  • Die chinesische ICBC ist mit einer Bilanzsumme von umgerechnet knapp 3'600 Milliarden Euro die Nummer eins auf der Welt,
  • gefolgt von der China Construction Bank CCB,
  • der Agricultural Bank of China,
  • der Bank of China sowie
  • der Mitsubishi Financial Group.

Dann folgt die grösste US-Bank, JP Morgan: Sie wies Ende letzten Jahres Assets für rund 2'330 Milliarden Euro aus.

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(mlo)