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Industrie
Von Roll verkauft Tochter in Israel

Von Roll: Der Traditionsbetrieb baut in Israel 200 Stellen ab.  Keystone

Der Traditionskonzern Von Roll baut um: Er verkauft eine verlustreiche Produktionsstätte in Israel mit rund 200 Mitarbeitenden. Käuferin ist ebenfalls eine Schweizer Firma.

Veröffentlicht am 01.12.2014

Die Industriegruppe Von Roll verkauft das Transformatorengeschäft. Betroffen ist eine Produktionsstätte in Israel mit rund 200 Mitarbeitenden.

Grund für die Veräusserung seien fehlende Synergien mit dem Kerngeschäft sowie Verluste in den letzten Jahren, teilte Von Roll am Montag mit. Käuferin ist die International Transformer mit Sitz in der Schweiz. Diese wird, wie Von Roll, von der Aktionärsgruppe von Finck kontrolliert.

Einmalige Sonderbelastung

Von Roll erwartet aus dem Verkauf für das laufende Geschäftsjahr eine Sonderbelastung von 33 Millionen Franken, dies bei einem Liquiditätszufluss von rund 40 Millionen Franken. Die Belastung könne durch mögliche nachträgliche Besserungen gemildert werden, hiess es.

Die Von Roll Transformers Ltd. war im Herbst 2008 der israelischen Bau- und Industrieholding Electra abgekauft worden. Der Kaufpreis war auf 80 Millionen Dollar beziffert worden.

2014: Kein Umsatzeinbruch erwartet

Der Traditionskonzern Von Roll ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Elektroisolationsprodukte und an mehr als 30 Standorten in 20 Ländern mit rund 2520 Mitarbeitenden tätig. Im ersten Semester 2014 wies Von Roll einen Verlust von 3,6 Millionen Franken aus, dies bei einem gegenüber der Vorjahresperiode praktisch unveränderten Umsatz von 246,1 Millionen Franken.

Für 2014 erwartet das Management einen Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau, hiess es im Halbjahresbericht. Die Medienmitteilung vom 1. Dezember zum Verkauf des Transformatorengeschäftes widerspricht dieser Darstellung nicht.

Keine Ergebnis-Guidance

Eine robuste Konjunktur in Nordamerika sowie Erholungstendenzen in Asien würden auf eine positive Entwicklung hindeuten. Die geopolitischen Krisenherde in verschiedenen Weltregionen würden aber eine sichere Prognose erschweren. Die Handelsbarrieren und Restriktionen zwischen der EU und Russland könnten eine sinkende Nachfrage bewirken.

Eine Ergebnis-Guidance wurde nicht gennant. Bisher hatte das Unternehmen auch davon gesprochen, in den Kernsegmenten ein deutlich positives Ergebnis zu erreichen.

(sda/ise/ama)

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