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Weko geht gegen Migros und Coop vor

Jetzt ist der Detailhandel dran: Migros und Coop müssen der Weko Rede und Antwort stehen. (Bild: Keystone)

Damit die Weko einen möglichen Missbrauch der Markenlieferanten untersuchen kann, müssen die beiden grossen Detaillisten Migros und Coop umfangreiche Daten liefern. Es geht um unzulässige Währungsgewi

Veröffentlicht am 18.11.2012

Migros, Coop, Denner und weitere Detailhändler haben am 24. Oktober Post von der Wettbewerbskommission (Weko) erhalten. «Im Zusammenhang mit der Frankenstärke wird seit rund einem Jahr diskutiert, auf welcher Handelsstufe Währungsgewinne allenfalls zurückgehalten werden», heisst es im Schreiben, das der Zeitung «Der Sonntag» vorliegt.

Das Weko-Sekretariat prüfe nun «im Rahmen einer Vorabklärung», im welchen Umfang ausgewählte Markenartikellieferanten und Lebensmittelhändler Währungsgewinne an die nächste Handelsstufe beziehungsweise an die Schweizer Endkonsumenten weitergeben würden und ob Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorlägen.

Die angeschriebenen Detailhändler müssen bis zum 30. November den beigelegten, 19 Seiten dicken Fragebogen beantworten. Das Schreiben an Migros, Coop und Co. sei Teil einer im Frühjahr gestarteten Vorabklärung, sagt der stellvertretende Weko-Direktor Patrik Ducrey auf Anfrage.

«In einem ersten Schritt haben wir die Produzenten, Lieferanten und Importeure befragt. Jetzt ist der Detailhandel dran.» Anfang 2013 soll der Bericht vorliegen, verspricht der stellvertretende Direktor der Wettbewerbskommission. «Finden wir Fälle von Wettbewerbsbeschränkungen werden wir gegebenenfalls eine Untersuchung einleiten.»

(aho)

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