In den Vereinigten Staaten treibt der anhaltend hohe Konsum das Wachstum an. Und so ist die amerikanische Wirtschaft trotz Dollarschwäche in einer robusten Verfassung. Auch China und andere Schwellenländer sind nach wie vor Motoren der Weltwirtschaft.

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich ebenfalls auf dem Wachstumspfad. Die Auguren prophezeien, dass die Zeiten rückläufiger Wachstumszahlen vorerst vorbei seien, und erwarten für unser Land 1,4 bis 1,6 Prozent Zuwachs für das laufende Jahr. Allerdings geben sich die Konsumenten hierzulande noch etwas zurückhaltender als in den USA oder China, und auch vom Arbeitsmarkt gibt es noch keine Jubelnachrichten. Mehr Dynamik wird aber für das zweite Semester vorhergesagt.

Leider sieht es in der Eurozone weniger erfreulich aus. In Deutschland verschlechtert sich die Stimmung der Wirtschaft Monat für Monat – dies besagt der Ifo-Geschäftsklimaindex. Von Wachstumsdynamik fehlt hier jede Spur. Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einem Wachstum von gerade mal 0,7 Prozent. Experten befürchten, dass die Wirtschaftsflaute in Deutschland nicht nur konjunkturell bedingt ist, sondern dass vielmehr strukturelle Probleme das Wachstum bremsen. Auch Deutschlands Nachbar Frankreich leidet unter einer Abschwächung der Konjunktur. Eines der grössten Probleme ist die immer weiter wachsende Zahl der Arbeitslosen: Die Quote liegt bereits bei mehr als zehn Prozent.

Und auch das einstige Wunderkind Japan reiht sich in die Gruppe der Konjunkturschwächlinge ein. Das Bruttoinlandprodukt und die Industrieproduktion schrumpfen, zusätzlich hat das Land mit einer anhaltenden Deflation zu kämpfen.