The 1 Percent: Was es braucht, um dazuzugehören

Wie viel Vermögen muss man besitzen, um zum reichsten Prozent der Schweiz zu gehören? Was denken Sie, geschätzte Leserinnen und Leser? 20 Millionen Dollar? 10? Die richtige Antwort – zumindest gemäss dem jüngsten «Wealth Report» der Immobilien-Beratungsfirma Knight Frank  lautet: 5,1 Millionen Dollar. Ich halte den Betrag für überraschend niedrig. Zumal man mit einem frei verfügbaren Vermögen in dieser Höhe einerseits bei den meisten Schweizer Privatbanken nicht mal einen Kaffee bekommt und anderseits an der Zürcher Goldküste höchstens ein sehr durchschnittliches Haus kaufen kann. Mehr zum Thema und dazu, bei welchem Betrag die 1-Prozent-Schwelle in anderen Ländern liegt, hat Kollege Ralph Pöhner hier für Sie aufgeschrieben.

 

Lunch Topics: Scharfe Business-News

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US-Bank tritt Peter Spuhler ans Schienbein

Bei uns in der Schweiz ist Peter Spuhler so etwas wie Everybody’s Darling. Der Mann ist beliebt wie kaum ein zweiter Unternehmer. Und fast jeder zieht den Hut vor seiner Leistung, aus einem Mini-Zugbauer einen veritablen Global Player namens Stadler Rail geformt zu haben. Weniger gut als bei uns kommen Spuhler und Stadler Rail bei den Analysten der amerikanischen Bank J.P. Morgan an. Sie treten Spuhler gleich zweimal heftig ans Schienbein, wie «Cash»-Kollege Lorenz Burkhalter hier berichtet. Erstens kritisieren die Analysten Spuhlers Managementleistung und glauben nicht, dass das Unternehmen die vollen Auftragsbücher reibungslos abarbeiten kann. Und zweitens empfehlen sie die Aktien von Erzrivale Alstom statt Stadler Rail zum Kauf. Autsch!
 

Guru Christian Angermayer sieht «Aktien-Orgien»

Christian Angermayer ist wohl einer der einflussreichsten deutschen Investoren. Nicht nur, weil er mit der Silicon-Valley-Ikone Peter Thiel befreundet ist. Im Interview mit «Cash»-Kollege Manuel Boeck prognostiziert Angermayer ein neues Boom-Jahrzehnt für Aktien. Der Grund? Voilà: «Es wird Inflation kommen. Aber diese wird geringer ausfallen, als viele annehmen. Denn technologischer Fortschritt ist extrem deflationär. Und die nächsten 10 Jahre werden geprägt sein von mehr technologischem Fortschritt als die letzten 100 Jahre zusammen. Ich glaube daher nicht, dass die Notenbanken grosse Zinserhöhungen vornehmen werden. Wenn meine Prognose eintrifft, dann werden wir eine Orgie an den Aktienmärkten haben.» Das ganze Interview lesen Sie hier.
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Sascha Zahnd

Sascha Zahnd

Quelle: Oliver Oettli für BILANZ

Wie der Berner Sascha Zahnd Tesla vor dem Absturz rettete

Sascha Zahnd ist heute VR beim Online-Händler Mytheresa und beim Kioskkonzern Valora. Doch bis vor wenigen Wochen war der Berner einer der engsten und wichtigsten Mitarbeiter von Elon Musk bei Tesla. Und wie «Bilanz»-Kollege Marc Kowalsky schreibt: «Es ist nicht übertrieben, zu sagen: Ohne Sascha Zahnd gäbe es Tesla in dieser Form heute vermutlich nicht mehr.» Mehr über Zahnd und seine Business-Achterbahnfahrt bei Tesla lesen Sie hier HZ+ – inklusive des bemerkenswerten Satzes von Zahnd himself: «Rückblickend hätte ich bezahlt, für Elon Musk arbeiten zu dürfen.»

Bye, bye, HYT!

Auch ein grosser Name im Aktionariat hilft kleinen und kaum etablierten Uhrenherstellern nicht durch die Krise. Uhren-Fan Peter Brabeck, Ex-Chef und Ex-Präsident von Nestlé, gehörte zu den prominenten Investoren der Neuenburger HYT. Doch diese musste jetzt die Bilanz deponieren. Sehr schade. Schliesslich hat HYT versucht, ganz andere Uhren zu bauen als der Rest der Branche. In den Modellen zeigten Flüssigkeiten die Zeit an. Mehr zur Pleite lesen Sie hier. Brabeck selbst kann sich immerhin mit seiner zweiten Uhrenmarke trösten: Er ist auch bei der Wiener Carl Suchy engagiert. Und warum es B-Marken wie HYT auch in Zukunft gegen die A-List von Patek über Rolex, AP und Omega schwer haben, lesen Sie hier (im bereits gestern angepriesenen Gastkommentar von Brancheninsider Oliver R. Müller).

Ich wünsche Ihnen einen inspirierten Tag – und natürlich einen guten Appetit!
Marcel Speiser
Stv. Chefredaktor
«Handelszeitung»

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