In einem der grössten Anlegerfälle Deutschlands, bei dem es um 3,5 Milliarden Euro geht, wurde nun in Zug Zivilklage «wegen nicht gezahlter Mieten aus dem Vertriebsprogramm» gegen Pfeifer & Roth (P&R) eingereicht.

Pfeifer & Roth hatte mit Anlegergeldern Schiffscontainer über eine Zuger Firma angekauft, um diese an Reedereien zu vermieten. Der Mieterlös war für die Anleger. Es wurden aber mehr Container an Anleger verkauft, als im Bestand waren. Als die Lücke aufflog, schlitterte P&R in die Insolvenz. Anleger warten seither auf ihr Geld.

Ein Anwalt in Deutschland brachte im Januar die Klage zur Schlichtung beim Zuger Friedensrichter ein, um physischen Zugriff auf die Container zu bekommen und so Erlöse für die Mandanten zu sichern. Bei Nichteinigung im Schlichtungsverfahren kommt der Fall vor das Kantonsgericht.

(fib)