Zum Start im Sommer setzte die Zürcher Neobank Yapeal noch auf ein ungewöhnliches Pricing: Jeder Kunde konnte selber entscheiden, was ihm die Fintech-Dienste monatlich wert sind. Nun ist damit Schluss. Auf Anfang 2021 lanciert die Neobank, an der auch Finanzkonzern Vontobel beteiligt ist, standardisierte Preispläne.

Vorgesehen sind drei Tarifvarianten mit den Namen Loyalty, Private und Pri­vate+. Die Variante Loyalty wird für Kunden und Kundinnen kostenlos sein und als digitales Portemonnaie in etwa einem Revolut- oder Transferwise-­Angebot entsprechen.

Das heisst: ein Wallet-Konto samt Visa-Debitkarte, mit dem man im In- und Ausland zu vorteilhaften Wechselkursen bezahlen kann. Die Karte lässt sich bei Apple, Google und Samsung Pay hinterlegen, womit das Smartphone zum Zahlungsmittel wird. Wer Bargeld beziehen will, zahlt pro Bezug im In- und Ausland.

«Loyality» wird über Drittfirmen finanziert

Der Begriff «Loyalty» verweist übrigens darauf, dass das Angebot keineswegs «kostenlos» ist, sondern durch Drittfirmen über Loyality-Programme finanziert wird.

Einen Vorgeschmack liefert seit Herbst das Cashback-Programm mit dem Mineralölkonzern Avia. Wer an einigen ausgewählten Avia-Tankstellen mit Yapeal zahlt, erhält automatisch einen 2-Prozent-Cashback. Weitere Partnerschaften sollen folgen.

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Im Gegensatz zur Plastikkarten-Lösung Loyalty sollen mit der Variante Private die Stärken von Yapeal zum Tragen kommen, will sich die Zürcher Neobank doch als vollwertigen Lohnkontoersatz zu Postfinance, Kantonal- und Grossbanken positionieren. Kostenpunkt: 4.90 Franken im Monat.

Zahlungslösung, nicht Finanzdienstleisterin

Mit dieser Variante sind vollwertige Inlandzahlungen via Einzahlungsschein, QR-Code oder elektronische Rechnung möglich. Was bislang aber fehlt, ist ein integrierter Scanner für Einzahlungsscheine, und so fällt das leidige Abtippen von Zahlenreihen an. In der Variante Private+, die 8.90 Franken pro Monat kostet, sind zusätzlich alle Gebühren für Bargeldbezüge im In- und Ausland inkludiert.

Dass Yapeal sich bislang als smarte Zahlungslösung versteht und nicht als vollwertige Finanzdienstleisterin, zeigt sich auch darin, dass über einem Kontostand von 25'000 Franken ein Minuszins von 0,8 Prozent erhoben wird.

Yapeal-­Miteignerin Vontobel besitzt zwar eine ­eigene digitale Vermögenslösung namens Volt. Doch eine Integration von Yapeal-­Zah­lungslösung und Robo-Advisor Volt scheint im Moment aus regulatorischer Sicht ausgeschlossen.

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