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Zurich-Gruppe untersucht Hinweise auf Sexparty

Die Zurich-Gruppe kaufte den Deutschen Herold vor zehn Jahren. (Bild: Keystone)

Nach dem Sexskandal beim deutschen Versicherer Ergo scheint nun auch die Zurich-Gruppe betroffen zu sein - durch einen Zukauf in Deutschland.

Veröffentlicht am 01.10.2012

Nach der deutschen Ergo-Versicherungsgruppe geht auch die Zurich-Gruppe Hinweisen auf eine Sexparty von Versicherungsvertretern in der Karibik nach. Allerdings soll es dabei um Vermittler des Deutschen Herolds gehen, der während der angebliche Sause vor 14 Jahren noch nicht zu dem Konzern gehörte.

Laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung sind die 30 erfolgreichsten Vertreter eines eigenständigen Dienstleisters, der für den Deutschen Herold Versicherungen verkaufte, 1998 in ein Sex-Hotel nach Jamaika gereist. Die Zeitung beruft sich auf mehrere Teilnehmer der «Belohnungsreise», die pikante Details der Geschehnisse schildern: «Wer wollte, konnte jederzeit und überall Sex haben», zitiert das Blatt einen der Vertreter. «Auf dem Club-Programm standen so illustre Veranstaltungen wie 'Gruppensex' und 'Stola-Party‘ in der Clubdisco.»

Zurich hatte den Deutschen Herold 2002 vom vormaligen Grossaktionär Deutsche Bank übernommen. Ein Sprecher der Zurich-Gruppe Deutschland erklärte nun, man nehme die Informationen der Zeitung sehr ernst und arbeite mit Nachdruck daran, den Sachverhalt lückenlos aufzuklären. «Dies benötigt Zeit, da das Ereignis bereits 14 Jahre zurückliegt.» Der eigenständige Dienstleister habe zum Zeitpunkt der Incentive-Reise nach Jamaika 1998 nicht mit Zurich in Verbindung gestanden. Ein solches Verhalten, wie es im Zeitungsbericht geschildert wurde, widerspreche den Werten und dem Verhaltenskodex des Konzerns.

(tno/vst)

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