Frauen nehmen den Lenker selbst in die Hand: Laut der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen fahren immer mehr Frauen Motorrad oder Roller. So wird inzwischen jeder dritte registrierte Roller von einer Frau gefahren.

Damit sind in der Schweiz rund 90'000 Rollerfahrerinnen unterwegs. Bei den Motorrädern sind die Frauen allerdings nach wie vor deutlich in der Minderheit: 14 Prozent oder rund 60'000 der in der Schweiz immatrikulierten Neumotorräder sind in Frauenhand, wie aus einer Umfrage der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen unter Importeuren hervorgeht.

Weniger Frauen auf Sportmotorrädern

Der Anteil hat aber im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen: Vor zwei Jahren habe der Anteil noch 12 bis 13 Prozent betragen, sagte Roland Fuchs, Medienverantwortlicher der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen, am Montag auf Anfrage. Beliebt bei Frauen seien insbesondere gemütliche Motorräder. Der Frauenanteil bei den Sportmotorrädern ist hingegen etwas tiefer.

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Gründe für das vermehrte Interesse von Frauen am Roller- und Töfffahren seien Emanzipation, auf den Frauengeschmack zugeschnittene Fahrzeugmodelle und die Verkehrsdichte in Agglomerationen und Städten, schreibt die Zweirad-Fachstelle in einer Mitteilung.

Zweiräder generell beliebt

Auch generell erfreuen sich die motorisierten Zweiräder einer steigenden Beliebtheit: In den letzten 20 Jahren erhöhte sich der Bestand an immatrikulierten Motorrädern und Rollern laufend. Auch 2014 legte beispielsweise die Zahl von Motorrädern um 2,5 Prozent auf 424'495 zu.

(sda/ise/ama)