Zwei Dutzend Personen sind nach dem Chemikalien-Zwischenfall vom Dienstagmorgen im Üetlibergtunnel zur Kontrolle ins Spital gebracht worden. Sie klagten unter anderem über Atembeschwerden, nachdem sie Formaldehyd-Dämpfe eingeatmet hatten.

Die Symptome sind typisch: Formaldehyd ist eine farblose, stechend riechende Chemikalie, die bei Zimmertemperatur zu einem Gas wird. Wird es eingeatmet, so reizt es die Schleimhäute von Augen und oberen Atemwegen, wie das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum Toxinfo Suisse auf seiner Website schreibt.

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Kopfschmerzen und Übelkeit

Die Symptome sind tränende Augen, Husten und eine laufende Nase. Gelegentlich treten auch Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Bei Asthmatikern oder sonst empfindlichen Personen können die Symptome ausgeprägter auftreten. Kommt die Haut in Kontakt mit dem Stoff, so kann es zu einer Reizung führen.

Im Allgemeinen vergehen die Symptome laut Toxinfo Suisse von sich aus, eine Schädigung von Geweben sei nicht zu befürchten. Nur wenn das Gas in hoher Konzentration vorkomme, oder wenn jemand ihm lange Zeit ausgesetzt sei, könne Formaldehyd zu Atemnot oder Lungenödemen führen.

Toxinfo Suisse rät Personen, die das Reizgas eingeatmet haben, an die frische Luft zu gehen. Verspüren sie Reizsymptome, so sollten sie zudem Wasserdampf inhalieren. Bei anhaltenden Atembeschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Formaldehyd ist ein wichtiger Grundstoff in der chemischen Industrie. Unter vielem anderen wird es bei der Textilveredelung sowie bei der Herstellung von Farbstoffen verwendet.

(sda/me/ama)