Am Wochenende sind in den Schweizer Bergen sieben Wanderer und Bergsteiger ums Leben gekommen. Allein im Wallis stürzten am Wochenende drei Alpinisten zu Tode.

Am Samstag stürzte an der Westwand des Täschhorns ein 50-jähriger Bergsteiger rund 150 Meter in die Tiefe. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Das Unfallopfer war zusammen mit einem Begleiter auf dem Abstieg vom Gipfel, als er abstürzte, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte. Demnach waren die Männer nicht angeseilt.

Schweizer stirbt am Matterhorn

Am Freitag waren zwei Bergsteiger in den Walliser Alpen in den Tod gestürzt - ein Einheimischer am Matterhorn und ein Deutscher am Weissmies. Zudem fanden Rettungstruppen in der Nähe von Saas Fee am Freitag einen seit Mittwoch vermissten betagten Wanderer.

Glück im Unglück hatte am Samstag ein Deutscher. Er rutschte unterhalb der Binerplatte am Zinalrothorn aus und fiel in die Tiefe. Der Mann war Teil einer Dreierseilschaft und konnte von seinen Begleitern noch rechtzeitig gesichert werden. Dennoch verletzte der Bergsteiger sich am Kopf.

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Unidentifizierter Toter am Gspaltenhorn

Im Berner Oberland stürzte am Samstag ein Alpinist beim Gspaltenhorn in Lauterbrunnen in den Tod. Der leblose Körper wurde im Gebiet «Böse Tritt» in einem Couloir gefunden. Der Mann konnte noch nicht identifiziert werden, wie die Kantonspolizei Bern am Sonntag mitteilte.

Ein 29-jähriger deutscher Bergsteiger stürzte bei einer Klettertour auf den Girenspitz in Wildhaus SG beim Umgehen eines Felsens ab. Er fiel 300 Meter in die Tiefe. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Sein Kollege konnte laut Angaben der St. Galler Kantonspolizei mit einer Seilwindaktion unverletzt gerettet werden.

Auch zwei Wanderer kommen ums Leben

Am Pilatus verlor am Samstag ein Wanderer sein Leben, als er auf dem Abstieg vom Pilatus in Richtung Fräkmünt ausrutschte und über eine 35 Meter hohe Felswand abstürzte. Der Mann war in einer Wandergruppe von insgesamt sieben Personen unterwegs gewesen, wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilte.

Eine 52-jährige Wanderin stürzte am Samstagabend im Kanton Freiburg in den Tod. Sie verlor beim Abstieg vom Dent de Lys das Gleichgewicht und stürzte rund 80 Meter in die Tiefe, wie die Kantonspolizei Freiburg mitteilte.

(sda/gku)