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Ypsomed-Gründer spendet für ein Forschungszentrum

Willy Michel: Er hat die Diabetes-Firma Ypsomed aufgebaut. Keystone

In Bern wird bald nach neuen Therapien für Diabetes geforscht: Das macht Ypsomed-Gründer Willy Michel mit einer hohen Spende möglich.

Veröffentlicht am 27.06.2017

In Bern soll noch in diesem Jahr ein international tätiges Diabetes-Forschungszentrum aufgebaut werden. Möglich macht dies der Gründer der Burgdorfer Ypsomed AG, der Berner Industrielle Willy Michel, mit einer Spende von 50 Millionen Franken.

Das Geld soll teilweise in die Forschung und Entwicklung von neuen Lösungs- und Therapieansätzen für Diabetes fliessen. Der andere Teil soll zur Förderung von Start-up-Firmen dienen, die im Umfeld dieser Volkskrankheit forschen und entwickeln. Das teilte am Dienstag die Trägerstiftung des geplanten Diabetes-Forschungszentrums mit.

Kanton Bern freut sich über Spende

Einquartieren wird sich das «DiabetesCenterBerne» (DCB) in den Räumlichkeiten der sitem-insel AG. Das ist ein neues Kompetenzzentrum zur Förderung des Übergangs von Forschungsergebnissen auf die praktische Anwendung im Bereich der Medizin. Es wird von Bund und vom Kanton Bern unterstützt. Der Kanton Bern wertet den geplanten Aufbau des DCB als grossen Erfolg für den Medizinstandort Bern, wie er am Dienstag mitteilte.

Neben Ypsomed-Gründer Willy Michel ist auch sein Sohn Simon Michel einer der Initianten des DCB, dazu der Direktor der Klinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus des Berner Insel-Universitätsspitals, Professor Christoph Stettler.

Ypsomed: «Unabhängiges Zentrum»

Das Engagement des Ypsomed-Gründers Willy Michel und des Ypsomed-Chefs Simon Michel wirft die Frage auf, ob sich diese Firma wegen des DCB Vorteile für das eigene Unternehmen erhofft. Ypsomed verdient ihr Geld zu einem guten Teil mit Produkten für Diabeteskranke, etwa mit Insulinpumpen und Injizier-Stiften.

Dazu sagte ein Ypsomed-Sprecher am Dienstag auf Anfrage, das neue Berner Diabetes-Forschungszentrum werde unabhängig arbeiten. Es sei aber denkbar, dass sich Ypsomed in Zukunft an Technologien, welche im DCB entstehen, beteiligen werde. Diese Möglichkeit stehe aber über den sogenannten DCB Investment Fund jedermann offen.

(sda/mbü/gku)

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