Der Schaumweinmarkt wächst. 2025 wurde weltweit erstmals Schaumwein im Wert von 50 Milliarden US-Dollar (39 Milliarden Franken) umgesetzt.
Vom 15. bis 17. März findet die ProWein in Düsseldorf statt. An der weltweit wichtigsten B2B-Messe der Weinbranche wird für die Sparte Schaumwein darum ein neuer Auftritt namens «Sparkling Visions» lanciert.
Tatsächlich wächst der Schaumweinmarkt rasant. Besonders im Premiumbereich wird den Bubbles eine rosige Zukunft prognostiziert. Doch ist das realistisch?
Franzosen trinken weniger Champagner
Die Champagne verzeichnet im dritten Jahr in Folge einen Absatzrückgang. 2025 wird das Minus mit zwei Prozent beziffert. Der Absatz sank von 271,7 Millionen Flaschen auf 266 Millionen Flaschen. Betroffen ist der Binnenmarkt: Die Franzosen entkorkten 2025 vier Millionen Flaschen Champagner weniger als im Vorjahr.
Dabei gilt der Inlandkonsum als Gradmesser für die Appellation, wie Maxime Toubart, Co-Präsident des Comité Champagne, in der Pressemitteilung betont.

Zu teuer? Die Preise für Champagner sind in den letzten Jahren im Schnitt um über 20 Prozent gestiegen.
Die Gründe für den Absatzrückgang sind seit drei Jahren dieselben. Die unsichere geopolitische Lage, Inflation und verminderte Kaufkraft treffen auf rekordhohe Champagnerpreise, die in den letzten Jahren um über zwanzig Prozent gestiegen sind.
Prosecco-Absatz legt zu
Der Prosecco-Markt ist zweigeteilt. Die DOCG Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore steigerte seinen Absatz um acht Prozent auf 98 Millionen Flaschen verglichen mit 2024.
Das Herkunftsgebiet Prosecco DOC beziffert den Absatz 2025 auf 667 Millionen Flaschen mit einem Plus von 1,1 Prozent gemessen an 2024. Rund achtzig Prozent der Prosecco DOC-Produktion wird exportiert.
Frankreich importiert mehr günstigen Prosecco DOC
Trotz der US-Zölle legte der Export in die Vereinigten Staaten um acht Prozent zu. Die USA stellen damit 23,8 Prozent des Exportvolumens und sind der wichtigste ausländische Markt, gefolgt von Grossbritannien. An dritter Stelle im Export-Ranking liegt Frankreich mit einem Zuwachs von 21,1 Prozent.

