Sie wollen Käufer aus der ganzen Welt in ein touristisch kaum erschlossenes Gebiet der Schweiz locken. Wird Ihr Resort La Gruyère ein zweites Feriendorf Andermatt?
Wir erschliessen beide eine neue Destination. Das Projekt von Samih Sawiris in Andermatt ist aber viel grösser, und Andermatt ist auch eine Wintersportdestination – das bieten wir nicht.

Sie bauen ein Hotel und über hundert Apartments. Ist das Projekt nicht etwas gross geraten?
Wir werden dank der Grösse des Projekts Erfolg haben. Das erlaubt uns, Gästen eine neue Destination anzubieten, die das ganze Jahr belebt ist. Dank dem Hotel mit 85 Zimmern und Suiten, den 27 Hotelresidenzen, den 105 Wohnungen, dem Spa, den drei Restaurants und dem 18 Loch-Golfplatz ist zwölf Monate lang etwas los.

Die teuerste Wohnung wird acht Millionen Franken kosten. Entsteht hier ein exklusives Resort nur für Reiche?
Es wird eine «Gated Community», die aber offen ist für jedermann. Wir privatisieren diesen Ort nicht. Wir haben ein Hotel und drei Restaurants, wo alle Zugang haben. Und alle können die Golfanlage benützen, wenn sie den Eintritt bezahlen. Aber selbstverständlich, das Projekt ist für eine wohlhabende Kundschaft entworfen worden. Die günstigste Wohnung kostet 1,5 Millionen Franken.

Mit YongJun Li hält ein chinesischer Investor die Hälfte am Projekt. Ist das in der jetzigen Situation ein Nachteil, in der Investitionen aus China im Westen zunehmend auf Widerstand stossen?
Für unser Projekt ist das kein Nachteil. Natürlich verfolgen wir, was in der Presse geschrieben wird. Die Berichterstattung über chinesische Investitionen ist häufig negativ. Wir sind davon nicht betroffen. Unser Partner hat 50 Prozent, und die Familie Benedetti und ich besitzen die andere Hälfte. Wir haben keine chinesische Dominanz, und die Zusammenarbeit funktioniert recht gut.

(mbü)