Rohstoffe setzten ihren anhaltenden Negativtrend fort. Insbesondere die wachstumsabhängigen Energie- und Industriemetallsektoren waren die Hauptleidtragenden in der vergangenen Woche. Industriemetalle haben mit Überangebot und gleichzeitig sinkender Nachfrage zu kämpfen, die nicht zuletzt auf den sinkenden Rohstoffverbrauch in China zurückzuführen ist.

Dieser Nachfrageeinbruch des grössten Rohstoffkonsumenten der Welt hat den Baltic Dry Index – ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern – auf ein neues Allzeittief fallen lassen.

Zinswende sollte Stabilisierung bringen

Gold fiel unterdessen auf ein neues Fünf-Jahres-Tief. Nach einem vierwöchigen Ausverkauf ist der Markt mittlerweile überverkauft. Eine potenzielle Zinswende scheint nun voll eingepreist zu sein. Dies sollte dabei helfen, den Preis zu stabilisieren. Der starke Dollar, der im Zuge einer möglichen Zinswende und einer weiteren QE-Runde in Europa noch weiter zulegen dürfte, wirkt sich allerdings weiterhin negativ auf den Goldpreis aus.

Stärkephasen des Dollars gehen gleichzeitig mit Schwächephasen beim Gold einher. Das kurzfristige Kurspotenzial beim gelben Metall bleibt bei 1,110 Dollar pro Feinunze limitiert, während das Tief aus dem Jahr 2010 bei 1,045 Dollar pro Feinunze die erste untere Unterstützungslinie darstellt.

Stimmung im Ölsektor bleibt weiter nervös

Auch Rohöl hat weiterhin mit dem Überangebot zu kämpfen. Die US-Lagerbestände liegen mittlerweile mehr als 100 Millionen Barrel über dem Fünfjahresdurchschnitt. Dies führte dazu, dass beide Ölbenchmarken zu ihren Tiefständen vom Jahresbeginn zurückkehrten. Zudem ist für das erste Quartal 2016 aufgrund der fehlenden Anzeichen für Produktionskürzungen seitens der Non-Opec-Länder ein nervöses Umfeld zu erwarten.

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Der saisonbedingte Produktionszuwachs, ein aufgrund der Zinswende noch stärkere Dollar und ein steigendes Angebot aus dem Iran dürften den Ölmarkt im ersten Quartal 2016 zusätzlich unter Druck setzen. Der kurzfristige Ausblick bleibt schwierig. Dennoch glauben wir, dass das aktuelle Preisniveau niedrig genug ist, um weitere Produktionskürzungen seitens der Non-Opec-Länder – insbesondere bei US-Schieferölproduzenten – bewirken zu können.

Einzig ein Bereich liefert positive Nachrichten

Soft Commodities ist der einzige Rohstoffbereich, der zurzeit Käufer anzieht. Kaffee der Sorte Arabica verteuerte sich in Erwartung einer Dürreperiode in Brasilien. Auch Zucker-, Kakao- und Mais-Futures zogen seit Anfang Woche an.

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