Zu Anfang des Jahres kam die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) hervorragend in die Spur. Sie konnte in den ersten Monaten mit einer glänzenden Wachstumssteigerung überzeugen. Danach wuchs aber die Wirtschaft schwächer und konnte nach drei Monaten nur noch ein Plus von 0,2 Prozent erzielen. Dies ist umso erstaunlicher, als das Bruttosozialprodukt im letzten Quartal 2014 immerhin 2,2 Prozent erreichte.

Das schwache Wachstum in 2015 wäre fast mit negativen Anzeichen ausgegangen, wenn auch der private Konsum eingebrochen wäre. Die amerikanische Wirtschaft konnte weniger exportieren als in der Vergangenheit, dies ist auf die Stärke des Dollars zurückzuführen. Denn immerhin fast 15 Prozent aller Waren fanden im Ausland keinen Absatz.

Warten auf den Zinsentscheid der Fed

Die negativen Anzeichen, die jetzt am Konjunktur-Himmel aufsteigen, sind die rückläufigen Verkaufszahlen von Immobilien. Gerade diese Zahlen sind neben dem Konsum in der grössten Volkswirtschaft der Welt ein wichtiger Indikator für den weiteren Verlauf der Konjunktur. Der Thanksgiving Day, der dieses Wochenende breiten Raum für den Konsum einnimmt, wird ebenfalls Aufschluss über den weiteren Verlauf der Konjunktur geben.

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Nach diesen Aussichten könnte die geplante Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank (Fed) für den Monat Dezember ins Wasser fallen. Die grösste Volkswirtschaft der Welt könnte einen Rückwärtsgang einlegen, was auch die anderen exportierenden Länder in der globalen Welt treffen würde. Es ist zu hoffen, dass der niedrige Ölpreis nochmals die US-Wirtschaft stimulieren kann, damit das Land weiter der Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft bleibt. Von der US-Wirtschaft hängen nicht nur viele Arbeitsplätze und der Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung ab.

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