Der Rohstoffsektor hat erstmals seit einem Monat leicht psoitiv abgeschlossen. Dennoch erwarten die Märkte bei den wichtigsten Rohstoffen wie etwa Gold und Öl, dass diese weiter in einer engen Handelsspanne gebunden sind. Wochensieger war Erdgas, das vom warmen Wetter an der US-Ostküste und somit von der steigenden Gasnachfrage für Klimaanlagen profitierte.

Der Edelmetallsektor bewegte sich nach drei verlustreichen Wochen seitwärts. Insbesondere Gold hat die vergangene Woche damit verbracht, sich von einem Drei-Monats-Tief zu erholen, das zuvor von starken US-Arbeitsmarktdaten ausgelöst wurde. Der Zeitpunkt der ersten US-Zinssteigerung seit 2006 schwebte nach wie vor wie ein Damoklesschwert über den Edelmetallen und band sie an das untere Ende der aktuellen Handelsspanne. Dies und die steigende Frustration der Investoren hat dazu geführt, dass der Bestand am weltgrössten Goldfonds SPDR Gold Trust auf den niedrigsten Stand seit September 2008 gefallen ist. Auch die physische Nachfrage ist weiterhin schwach, da insbesondere die Investoren aus China mehr auf die dortige Aktienrallye setzen, die seit Anfang des Jahres läuft.

Auf den Ölmärkten herrscht nach der letzten Opec-Entscheidung, die Ölhähne weiter aufgedreht zu lassen, Unsicherheit. Die Marktauswirkungen dieser Überproduktion sind bislang von den sinkenden US-Lagerbeständen und der sich verlangsamenden Schieferölproduktion aufgefangen worden. Sobald jedoch die sogenannte US-Driving Season in einem Monat vorbei ist, könnte es zu einem echten Härtetest für die Ölpreiserholung kommen. Die Benzinnachfrage in den USA bleibt hingegen aufgrund der Driving Season weiterhin stark. Die Raffinerien arbeiten in Rekordtempo, um diese Situation auszunutzen und Gewinne mitzunehmen.

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