Gutes Personal ist knapp, an qualifizierten Kaderleuten mangelt es sowieso: Das ist bekannt. Und so erstaunt die neuste Botschaft der Personalberatungs-Firma Robert Walters fast ein bisschen: Die Höhe der Vergütungen für Spezialisten und Management-Jobs ist  im letzten Jahr konstant geblieben. Und sie dürfte auch 2020 nicht dramatisch zunehmen. Natürlich gibt es Ausnahmen, etwa in der IT oder in Nischensektoren, wo hochspezialisierte Kenner gesucht werden.

Robert Walters, ein HR-Beratungskonzern mit Ablegern in gut 30 Ländern sowie Standorten in Zürich und Genf, wertete für seinen neuen «Salary Survey 2020» vor allem eigene Abschlüsse, Daten und Beratungen aus.

«In der Deutschschweiz ist der Markt der obersten Führungsebene aufgrund der hohen Lohnkosten relativ ruhig geblieben», so eine Aussage des Berichts: «Die meisten Unternehmen haben ihre Rekrutierung daher auf die Führungskräfte der mittleren Führungsebene anstatt auf die obersten Führungskräfte konzentriert.»

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Klar sei aber, dass die grossen internationalen Unternehmen wie auch die KMU in der Schweiz weiterhin in die Rekrutierung investieren, insbesondere in der Pharma-Industrie, bei den Banken und im Finanzsektor sowie in Medizin-Bereich. 

«Für 2020 wird der stärkste Anstieg für Experten aus den Bereichen Steuern, Regulierung, Compliance, Recht und IT erwartet», sagt Christian Atkinson, Direktor Robert Walters Schweiz. Immer gefragter seien zudem Interim-Management-Lösungen, um den Bedarf der Unternehmen nach Flexibilität, Rentabilität und Fachwissen zu befriedigen. 

In Zürich dürften ferner spezifische Felder wie Venture Capital und Private Equity sowie IT und Cybersicherheit verstärkt nach qualifiziertem Personal nachfragen. In der Romandie wiederum seien Gesundheits-Technologie, Logistik und Consumer Electronics «top job growth sectors».

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(rap)