Die Schweiz gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Erst in dieser Woche bestätigte eine Studie, dass sich nur wenige Nationen rund um den Globus mehr leisten können als die Helveten (siehe Bildergalerie unten). Nun zeigen neue Zahlen des Bundes: Im Vergleich von über 30 untersuchten Industrieländern liegt die Wirtschaftskraft der Schweiz auf Rang drei.

Das sogenannte kaufkraftbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner ist nur in zwei anderen OECD-Ländern höher – in Norwegen und Luxemburg. Auch die USA ist hinter der Schweiz positioniert. Etwa die Hälfte mehr bekommt hierzulande jeder Einwohner als im Mittel der anderen über 30 untersuchten Industrieländer.

Schweizer verdienen 50 Prozent mehr

Doch die Schweiz hat an Vorsprung verloren: Liegt das BIP pro Einwohner in der Schweiz heute 50 Prozent über dem OECD-Schnitt, waren es im Jahr 1991 noch 55 Prozent. So lautet auch die Analyse der Bundesstatistiker: Die Positionierung der Schweiz ist «nach wie vor gut», allerdings weniger ausgeprägt als noch vor rund 20 Jahren.

Tatsächlich wies 1991 lediglich Luxemburg ein höheres Einkommen auf als die Schweiz. «Dass die Schweiz vom zweiten auf den dritten Rang fiel, ist mit der beeindruckenden Entwicklung Norwegens zu erklären, welche wiederum eine Folge der gestiegenen Bedeutung des norwegischen Ölsektors an der gesamten Wertschöpfung dieses Landes ist», schreiben die Statistiker.

Nur wenige Länder wuchsen schwächer als die Schweiz

Im internationalen Vergleich offenbart sich indes, dass nicht nur Norwegen von 1991 bis 2013 stärker zugelegt hat. Im Mittel wuchs das Schweizer BIP pro Kopf in diesem Zeitraum um 0,9 Prozent. «Lediglich Italien, Griechenland, Japan und Portugal weisen noch geringere Werte aus», schreiben die Bundesstatistiker.

Mehr Informationen zum Schweizer BIP pro Kopf im internationalen Vergleich finden Sie in der obigen Bildergalerie.

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(moh)