Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) führt Gespräche über eine mögliche Übernahme der Kantonalbanken-Fondsgesellschaft Swisscanto und bestätigt damit entsprechende Medienberichte von letzter Woche. Entscheide dazu seien allerdings noch keine gefällt worden, teilte die ZKB am Mittwoch mit. Die Bank will die Gespräche nicht weiter kommentieren und erst darüber informieren, wenn Ergebnisse dazu vorliegen.

In der letzten Woche war in den Medien über eine engere Zusammenarbeit bis hin zu einer Übernahme von Swisscanto durch die ZKB spekuliert worden. Swisscanto wird derzeit gemeinsam von allen Kantonalbanken getragen.

Zwei Optionen stehen zur Diskussion

Swisscanto sagte letzte Woche gegenüber der Nachrichtenagentur, dass die Eigentümerstruktur regelmässig überprüft werde und aktuell zwei Optionen diskutiert würden: Erstens eine engere Zusammenarbeit mit der ZKB und zweitens der Status quo. Mit den Kantonalbanken würden nun Gespräche geführt. Mit einem Entscheid sei aber nicht vor Ende Jahr zu rechnen, hiess es bei Swisscanto.

Die 1993 von den Kantonalbanken gegründete Swisscanto Holding entwickelt und vertreibt verschiedene Anlage- und Vorsorgeprodukte. Darüber hinaus verwaltet und berät Swisscanto Pensionskassen und hält Vermögensverwaltungsmandate für institutionelle Anleger.

Swisscanto ist international tätig

Die Fondsgesellschaft, die vollständig in Besitz der heute 24 Kantonalbanken ist, verwaltet insgesamt 121 Anlagefonds mit einem Gesamtvermögen von 42,1 Milliarden Franken, womit sie im Schweizer Anlagefondsgeschäft gemäss eigenen Angaben die Nummer vier ist. Swisscanto beschäftigt aktuell rund 400 Mitarbeitende an acht Standorten. Neben den Schweizer Standorten Zürich, Bern, Basel und Pully hat Swisscanto auch Filialen in London, Frankfurt am Main und Luxemburg.

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(awp/lur)