Anfang Oktober hat die Renova Group, die Beteiligungsgesellschaft des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg, ihren 30. Geburtstag gefeiert. Doch die jüngsten Zahlen gaben keinen Anlass zu feiern: Das Konglomerat verliert erneut an Wert. Das zeigen Renova-interne Zahlen, die BILANZ exklusiv vorliegen.

So war Renova Ende Juni 1,3 Milliarden Dollar weniger wert als zum gleichen Zeitpunkt 2019. Über zwei Jahre beträgt der Wertverlust sogar 3,5 Milliarden.

Dies ist ein BILANZ-Artikel

Weitere Artikel der BILANZ finden Sie auf der Übersichtsseite.

Zur BILANZ-Startseite

Börsenkotierte Firmen liessen nach

Vor allem die börsenkotierten Firmen machten rückwärts: Sulzer, an der Renova 48,8 Prozent hält, verlor rund ein Drittel. Die Firma, die unter anderem im Pumpengeschäft aktiv ist, leidet unter dem niedrigen Erdölpreis. OC Oerlikon, wo Renovas Anteil 41,3 Prozent beträgt, verlor in einem Jahr ebenfalls etwa ein Drittel ihres Wertes. Die Stahlschmiede Swiss Steel (ehemals Schmolz + Bickenbach), an der Renova 25 Prozent hält, konnte ihren Wert in etwa halten.

Auch die Beteiligungen an privat gehaltenen Firmen geben wenig Anlass zur Freude: Sie verloren rund 700 Millionen Dollar an Wert. Dazu gehören unter an­derem in Russland zahlreiche Betriebe in der Metallverarbeitung, verschiedene Flughäfen, der Telekomanbieter Akado und der Turbinenbauer UTW sowie Beteiligungen in Italien, Zypern, Südafrika und den USA. Renova wollte sich zu den Zahlen nicht äussern.

Anzeige