Kürzlich bekam sie in Lausanne den Vertrag für den sechsten Standort. In wenigen Jahren hat Alexandra Lüönd die Kette Beauty2Go aufgebaut – Schönheitskliniken für minimalinvasive Eingriffe im Gesicht, etwa für das Aufspritzen von Lippen und Wangen oder das Optimieren der Nase.

«Wir haben alles ohne Fremdfinanzierung aufgebaut»

Alexandra Lüönd

Die HSG-Absolventin hatte bescheiden begonnen, in Kooperation mit einer Ärztin, anfangs putzte sie sogar die Böden selber. Heute betreibt sie unter anderem an der Zürcher Bahnhofstrasse eine Klinik, beschäftigt zusammen mit ihrem Bruder, der ebenfalls eingestiegen ist, elf Ärzte in Vollzeit und gilt schweizweit als grösster Abnehmer von Botox und Hyaluron.

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«Wir haben alles ohne Fremdfinanzierung aufgebaut», sagt sie nicht ohne Stolz. Lüönd wirbt in den sozialen Medien, hat transparente Preise und versucht, dank schlanker Struktur, Synergien und grossen Abnahmemengen die bestehenden Angebote zu unterbieten.

Vor allem spricht sie eine junge Generation an, die ihren Instagram-Idolen nacheifert und für die Schönheitsbehandlungen selbstverständlich sind.

«Beim Microblading gibt es viele zweifelhafte Angebote. Wir wollen medizinisch gesehen Standards einführen und das Geschäft professionalisieren.»

Alexandra Lüönd

«Wer zu uns kommt, hat sich sowieso schon mit dem Thema auseinandergesetzt», kontert sie die Kritik, dass ihr Angebot überhaupt erst das Bedürfnis schaffe. Und dank den Spezialisten sei das Risiko für Komplikationen gering. Nach sechs bis zwölf Monaten lässt der Effekt nach.

Bereits mehr als 22 000 Patienten zählt sie zu ihren Kunden. Einen ähnlichen Erfolg erhofft sie sich nun für das neue Geschäftsmodell: Microblading für Augenbrauen.

Im Oktober startet sie nahe der Zürcher Bahnhofstrasse eine erste Filiale von Brows & Brows. «Beim Microblading gibt es viele zweifelhafte Angebote. Wir wollen medizinisch gesehen Standards einführen und das Geschäft professionalisieren.» In den nächsten drei Jahren will sie mit Brows & Brows ebenfalls in fünf oder sechs Städten präsent sein. Auch die Expansion ins Ausland sei ein Thema.