Mit zwei Klicks auf dem Smartphone in eine Luxus­immobilie investieren: Mittels Blockchain und Secu­rity-­Token wollte der Immobilieninvestor Stephan Rind dies Privatanlegern bereits 2020 ermöglichen. Rinds Brickmark AG hatte dafür im Januar 2020 für 130 Millionen ­Franken das Geschäftshaus an der Bahnhofstras­se  52 gekauft. Doch um Brickmark-Token an Privatanleger verkaufen zu können, braucht es ­einen digitalen Handelsplatz.

Da das Blockchain-Gesetz bis September auf sich warten liess, kommt dieser nun mit etwas Ver­spätung. Ab dem 1.  Januar dürfen ­Interessenten wie die SIX-Tochter SIX Digital Exchange, kurz SDX, bei der Finma ein Ansuchen auf Betreibung eines blockchainbasierten Handelsplatzes stellen. «Es sollen bereits Vor­gespräche stattfinden», so Rind.

Fortschritte der Infrastruktur

Bei der SIX gibt man sich zuversichtlich: «Wir erwarten die Lizenzen im ersten Halbjahr 2021. Der Prozess ist, soweit wir das beurteilen können, auf Kurs», sagt SIX-Sprecher Julian Chan. Auch Rind ist für das Listing seines Tokens vorbereitet. «Wir stehen schon in den Start­löchern, der Wertpapierprospekt ist schon fast fertig.»

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Die Verzögerung habe auch Vorteile. Bei der Infrastruktur habe es Fortschritte gegeben, und die Anlageklasse sei durch den jüngsten Bitcoin-Anstieg bei ­Investoren wieder präsenter. Rind: «Auch in der Schweiz nimmt der Anteil institutioneller Investoren, die in Bitcoin und Co. investieren, zu, allerdings möchte sich hier anders als im Ausland niemand outen.»

Stephan Rind braucht die digitale Börse, um Projekte zu finan­zieren. «Ziel ist es, in zwei Jahren ­Immoprojekte im Umfang von einer Milliarde vorzuweisen.» Nicht nur in der Schweiz, auch in Österreich und Deutschland seien Projekte geplant. In Berlin gebe es eine Kauf­option.