Der Wechsel hat im Sommer Schlagzeilen. Marco Illy, jahrelang Topbanker bei der Credit Suisse, wechselte zur Konkurrentin UBS. Dort sollte er neuer Chef für das Investment Banking in der Schweiz werden - die «Bilanz» hat damals exklusiv darüber berichtet. Nun ist der Wechsel geplatzt: Illy wird den neuen Job nicht antreten, wie das Finanzportal finews.ch erfahren hat.

Grund für die Kehrtwende ist offenbar der unschöne Abgang Illys bei seinem früheren Arbeitgeber: Offenbar hat die CS das Arbeitsverhältnis per sofort gekündigt, weil der Banker einem ehemaligen Kunden die Dienste der UBS empfohlen hatte. Zudem hatte sich die Position von Illy bei der UBS verändert: Im Sommer war noch Andrea Orcel der Chef der Investmentbank und somit einer seiner beiden künftigen Vorgesetzten. Orcel hat die UBS aber inzwischen verlassen. Illy wäre nun nur dem Schweiz-Chef Axel Lehmann unterstanden. Diese neue Ausgangslage könnte zur Absage beigetragen haben.

Einen Ersatz für Illy will die UBS offenbar nicht suchen: Laut Finews will die Grossbank den Posten vakant lassen. Offen ist auch die berufliche Zukunft des Ex-Bankers: Illy sei mit verschiedenen Unternehmen im Gespräch und liebäugle auch mit der Selbstständigkeit.

(mbü)