Herr Falkner, Sie richten für den Kinostart des neusten James Bond, «No Time to Die», gross an und laden Influencer, Blogger und die internationale Presse nach Sölden ein. Was haben Sie mit dem Film zu tun? Mit diesem Film nichts, aber mit James Bond. Der gehört fix zu Sölden seit hier für «Spectre» zwei Szenen gedreht worden sind.
Am Schilthorn in der Schweiz wurden auch Szenen gedreht. Einen Filmabend veranstalten die deswegen nicht. Was soll ich sagen? Wir haben einfach die Chance gesehen und gepackt, da etwas Einmaliges daraus zu machen. Wir sind der erste von sicher 100 Drehorten, der nachhaltig mit der Weltmarke kooperiert.

Wie haben Sie das hinbekommen? 
Der Deal damals war, dass wir der 500-köpfigen Filmcrew einen perfekten Service böten während der 14 Tage, die sie für die beiden Szenen brauchten – notabene mitten in der Hochsaison 2015. Im Gegenzug wollten wir etwas Dauerhaftes für uns. Nun haben wir eine Bond-Erlebniswelt auf dem 3000 Meter hohen Gipfel des Gaislachkogl. Neal Callow, der als Art Director sämtliche Bond-Produktionen mit Daniel Craig verantwortet, war eng ins Projekt involviert. Er wird zum Filmstart übrigens auch herkommen.

Das wird ja was gekostet haben.
… Tja, billig war das nicht. Den Preis darf ich nicht nennen, kann aber sagen, es waren mehr als 10 und weniger als 20 Millionen Euro.

Wie bitte? Und das zahlt sich aus? 
007 ist für die Tourismusentwicklung im Ötztal Gold wert, unser Motto ist ja schliesslich «Sport und Unterhaltung». Es gibt Millionen Bond-Fans auf der Welt, und wir haben eine von sehr wenigen autorisierten Bond-Ausstellungen hier. Die lockt viele Menschen von überall an – das ganze Jahr über.

Wie viele? 
Diese Zahlen geben wir nicht bekannt.

Apropos Tourismus: Wie wird die Wintersaison? 
Ich hoffe, dass dieser Winter wieder einigermassen läuft, und rechne mit mindestens 80 Prozent des Umsatzes, den wir vor der Pandemie hatten.

Der Worst Case? 
Den haben wir hoffentlich definitiv hinter uns: ein Lockdown.