Migros-Chef Mario Irminger stutzt die hauseigenen Produktionsbetriebe zurecht. Der Kosmetik- und Reinigungsmittelhersteller Mibelle wird verkauft. Jüngst gab der Grossverteiler zudem die Schliessung verschiedener Milchbetriebe bekannt. An einem hohen Anteil von Eigenmarken hält der Migros-Chef zwar fest, ja er will ihn laut Aussagen in der «SonntagsZeitung» sogar erhöhen. Doch statt von der eigenen Industrie will Irminger Eigenmarken wie das «Handy»-Spülmittel oder das «Total»-Waschmittel bald von Dritten im Ausland billig produzieren lassen. Niedrigere Preise in den Supermärkten hat der Migros-CEO als obersten Leitsatz herausgegeben.

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Ausländische Detailhändler gehen den umgekehrten Weg. «Schwarz baut Produktion aus», titelte die «Lebensmittel Zeitung» vor Kurzem. Zur deutschen Schwarz-Gruppe gehören Lidl und Kaufland. Von Kaffee bis zu Papier stellt das Unternehmen immer mehr Produkte selbst her. Der Umsatz der Produktionssparte stieg zuletzt um 26 Prozent. Der Discounter begründet den Ausbau mit der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit. Bleibt zu hoffen, dass die Migros stets ausreichend Wasch- und Putzmittel im Ausland beschaffen kann. 

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Erich Gerbl
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